Leichtathletik-EM

Kugel-Storl pestet gegen Diskus-Harting

Kann jemand Vorbild sein, der verletzt antritt?

Karin Bühler
Lesezeit 1 Min
David Storl will das 4. EM-Gold

David Storl will das 4. EM-Gold

© imago/Sven Simon

Storl hatte gerade von seinem Trainerwechsel im vorigen November erzählt. Von seiner Trainingsumstellung nach  zwei  suboptimalen Jahren, in denen    sich der Sachse mit Knieproblemen herumschlug und   von seiner Bestleistung von 22,20 Metern  entfernte – und davon, wie er mit dem neuen Coach Wilko Schaa zu einem  effektiven System zurückgefunden habe, das ihm nach der Qualifikation am Breitscheidplatz heute (17.35 Uhr)  dann morgen  im Berliner Olympiastadion (20.33 Uhr) den vierten EM-Titel hintereinander bringen soll.

Frontalangriff

„Ich stehe als gesunder Sportler da. Ich habe keine Beschwerden“, sagte Storl. „Ich finde, es muss kein Athlet im Wettkampf stehen, der sich eine Sehne taub spritzen lässt, nur damit er einen Wettkampf bestreiten kann. Ich glaube, als Leistungssportler hat man auch eine Verantwortung Gesundheit auszustrahlen und auf seinen Körper zu achten.“

Mit diesem Frontalangriff gegen Robert Harting hat Storl eine Menge Porzellan zerschlagen. Denn der Berliner  wirft den Diskus morgen mit kaputtem und gespritztem Knie. Er hat es  sicher scheppern gehört.

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