Legte ein Einbrecher den Brand?

Hafen-Inferno, weil Löschwasser fehlte!

Claudia Keikus
Lesezeit 2 Min

Spandau - Flammen-Horror in der Marina Lanke - und kein Löschwasser ist da. Der Großbrand in der Traditions-Werft (1919 gegründet) wurde zum Albtraum für die Feuerwehr. Der Hydrant dort war zu klein, die Havel war zugefroren. Die Retter mussten im Pendelverkehr Löschwasser ranschaffen. Was blieb, ist ein Millionen-Schaden.4.08 Uhr war es genau, als Nachbarn bei der Feuerwehr Alarm schlugen. Es brannte "nur" das historische Verwaltungs-Gebäude, als die Retter Minuten später kamen. Doch aus dem Bürobrand wurde rasend schnell ein Großfeuer, ohne dass es die Feuerwehrleute verhindern konnten."Der Hydrant dort hat nur eine enge Stichleitung, da kommt zu wenig Wasser raus", sagt Feuerwehrsprecher Wolfgang Rowenhagen. Auf dem Hafenbecken lag eine dicke Schicht Eis. Rowenhagen: "Das Löschwasser mussten wir an einem Hydranten in der Heerstraße holen." Wenig später kam dann noch ein Löschboot dazu.Die Flammen griffen auf die angebaute Werkstatt über. Darin standen einige vier bis fünf Boote, darunter mindestens zwei Jachten. Rowenhagen: "Das war nach der Zerstörung nicht genau zu erkennen. Die bis zu 150 Feuerwehrleute kämpften noch bis gestern Nachmittag gegen immer wieder aufflammende Brandnester. Betroffen waren hinterher das Herzstück der Werft, das unter Denkmalschutz stehende Verwaltungsgebäude und die Werfthalle mit Werkstatt und Bootswerft.Die Kripo tüftelt noch an der Brandursache. Womöglich hatte ein Einbrecher das verheerende Feuer gelegt - denn der Tresor im Büro stand offen.------------------------------BU: Flammen-Himmel über Spandau. Es war ein harter Kampf für die Feuerwehr (o. und re.). Mindestens zwei Jachten verbrannten (li.).

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