Was geschah im September 1974? Zwei Menschen starben, 34 weitere wurden verletzt, als auf ein Geschäft am Pariser Boulevard Saint-Germain eine Granate geworfen worden war. „Carlos“ soll den Anschlag als damals 24-Jähriger verübt haben, so die Anklage. Er war seinerzeit noch nicht als „Carlos“ bekannt, gehörte aber bereits der Volksfront zur Befreiung Palästinas an, für deren Sache er Attentate verübte.
Er bestreitet die Tat.
1974 nach dem Anschlag vor dem „Drugstore Publicis“ am Boulevard Saint-Germain in Paris.
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Auch am Montag wollte der legendäre Verbrecher im Gerichtssaal von den Vorwürfen nichts wissen, sprach vielmehr von einer „groben Manipulation der Justiz“. Und inszenierte sich wie so oft als „Berufsrevolutionär“ im Namen der „palästinensischen Sache“.
In der Zeit des Kalten Krieges galt „Carlos“ als gefährlichster Terrorist der Welt. 1975 war er an der Geiselnahme von OPEC-Ministern in Wien beteiligt. Lange zählte er weltweit zu den meist gesuchten Terroristen. Erst 1994 wurde er im Sudan aufgespürt und festgenommen. Französische Gerichte verurteilten ihn wegen mehrerer Morde und Anschläge bereits zweimal zu lebenslanger Haft. Sánchez' Verteidiger wiesen die Vorwürfe gegen „Carlos“ Montag vor Beginn der Verhandlung zurück.
Ein Bild des selbst ernannten „Berufsrevolutionärs“ mit seiner Anwältin Isabelle Coutant-Peyre aus dem Jahr 2000.
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„Dieser Prozess macht keinen Sinn“, sagte die Anwältin Isabelle Coutant-Peyre, der Fall sei verjährt. Er sei aufgeblasen und zudem unnötig, sagte sie. Sie ist gleichzeitig Carlos Lebensgefährtin, vertritt ihn seit Jahren. Ihr Kollege Francis Vuillemin verwies darauf, dass die Strafverfolgung zweimal eingestellt worden sei (1983 und 1999).
Allerdings hatte sich die französische Justiz nach jahrelangem Ringen letztlich doch für einen Prozess entschieden.
Nun sind 15 Verhandlungstage bis Ende März angesetzt.
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