Legale Coffe-Shops

Kreuzberg macht die Kiffer high

Start frei für den legalen Cannabis-Verkauf! Freitag schickt Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (51, Grüne) den Antrag ab, mit dem sie künftig 5000 Kiffer in Friedrichshain-Kreuzberg high machen will.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min

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Um dafür die Zustimmung vom Bund zu bekommen, muss ein Antrag beim Bundesinstitut für Arzneimittel gestellt werden. In dem Schreiben steht, wie der legale Hasch-Handel abläuft.

Wer verkauft? Der Bezirk setzt in den Shops unter anderen Sozialarbeiter als Verkäufer ein, will sogar dafür extra geschultes Personal einstellen. Es soll nicht nur verkaufen, sondern auch helfen, wenn Kunden zu viel Drogen konsumieren. Die Shop-Standorte sind noch offen.

Was wird verkauft? Cannabis, das von legalen Feldern aus Brandenburg stammt. Abgepackt in Ein-Gramm-Tütchen. Auf ihnen stehen Warnhinweise zur Sucht- und Gesundheitsgefahr, ähnlich wie auf Zigaretten-Schachteln.

Wer darf kaufen? Nur Kiffer über 18 Jahre aus Friedrichshain-Kreuzberg. Sie erhalten pro Tag bis zu zehn Gramm, nicht mehr als 60 Gramm im Monat. Ein Gramm soll 11 oder 12 Euro kosten. Zur Kontrolle werden „Kunden“ elektronisch registriert, erhalten eine Chip-Karte mit Foto. Außerdem müssen sie sich verpflichten, an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen. Der Bezirk will daher in den Läden nur bis zu 5000 Kiffer mit Gras versorgen.

Was macht der Bezirk mit dem Gewinn? Er wird in Anti-Drogen-Projekte gesteckt. Der Bund hat nun drei Monate Zeit, über den Antrag zu entscheiden.

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