Lasogga und Co.

Elf Gründe für einen Hertha-Sieg gegen den HSV

Platz sechs nach sieben Spieltagen - und es wird noch besser. Hier kommen elf Gründe (einer für jeden Zähler bislang), warum Trainer Pal Dardai mit seinen Profis gegen den HSV den dritten Heimdreier in Folge eintütet.

A. Bellert
Lesezeit 3 Min
Bei Hertha BSC ist die Stimmung super. Auch gegen den Hamburger SV spricht alles für einen Heimsieg.

Bei Hertha BSC ist die Stimmung super. Auch gegen den Hamburger SV spricht alles für einen Heimsieg.

© dpa Lizenz

Größe: Ja, es kommt doch auf die Größe an. Wer was anderes sagt, lügt. Berlin ist mit rund 3,5 Millionen Einwohnern doppelt so groß wie die Hansestadt. Und für die, die auf Ausdehnung stehen. Auch von der Fläche her, ist Berlin mehr.

Bilanz: Schon 35 Mal war der HSV im Olympiastadion. Und es war meistens schön. 22 Hertha-Siege bei nur neun Pleiten. In den letzten zwei Spielzeiten gingen alle vier Partien an Hertha (8:0 Tore).

Lasogga: Vielen Dank nochmal. Die 8,5 Millionen Euro für die Dampflok waren echt nett. Falls wir wieder Geld brauchen und einen überteuerten Spieler loswerden wollen, melden wir uns einfach.

Kulinarisches: Currywurst oder Fischbrötchen? Das kann gar keine ernst gemeinte Frage sein.

Spaßmeile: Hamburg hat die Reeperbahn, niedlich! In Berlin wird überall gefeiert, 24 Stunden am Tag!

Auf der nächsten Seite: Warum Dardai besser ist als HSV-Coach Labbadia und wessen Wahrnehmung ein wenig schräg ist.

Trainer: Bruno Labbadia spielte für Darmstadt, Hamburg, Kaiserslautern, Bayern, Köln, Bremen, Bielefeld und Karlsruhe. Er trainierte: Darmstadt, Fürth, Leverkusen, Stuttgart und zum zweiten Mal den HSV. Pal Dardai kam mit 20 aus Ungarn zu Hertha. Seitdem ist er durch und durch blau-weiß. Seit fast 20 Jahren. Noch Fragen?

Chaos: Die beiden Abstiege von Hertha, die Finanznot, das ist alles Schnee von gestern. Das Relegations-Abo des HSV, verteilte Gehaltszettel im Park, blau-weiße Choreos auf Hamburg-Shirts, das ist alles aus diesem Jahr.

Olympia: Warum Hamburg der deutsche Bewerber werden durfte, bleibt ein Rätsel. Ist aber auch egal, wenn die Bevölkerung nicht schon dagegen stimmt, kegelt Los Angeles die Hansestadt aus dem Rennen. Berlin hätte eine Chance gehabt ... Revanche auf dem Rasen!

Die eigene Wahrnehmung: „Wir sind wieder wer“, verkündet Peter Knäbel. Ist klar, einmal vernünftig gestartet und der Größenwahn ist zurück. Geht’s noch? Dann doch lieber die ewige, aber realistische Leier von der Etablierung.

Beliebtheit: Fragen wir ganz objektive Menschen: die Touristen. Wow, wie eindeutig. Berlin verzeichnete 2014 stolze 28,7 Millionen Übernachtungen, Hamburg nur 12 Millionen. Ein klares Votum.

Die Elf: Die Profis und alle anderen im blau-weißen Dress. Dardais Team ist eine Einheit, spielt attraktiven Fußball. Kurzum: Hertha ist einfach viel geiler als der HSV.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com