Dabei bekam der junge Mann vor dem Spiel in Hamburg die volle Breitseite des harten, brutalen Fußballgeschäfts zu spüren. „Bei der Mannschaftsbesprechung habe ich erfahren, dass ich nicht spiele. Als ich auf die Tafel schaute, fehlte da mein Name“, so Lasogga.
Am 5. Dezember 2010 beim 0:1 gegen 1860 München hatte er zum letzten Mal dieses gemeine, ärgerliche Gefühl der Leere – nicht dabei zu sein!
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Herthas Trainer Markus Babbel bejubelt den späten 2:2-Ausgleich durch Mijatovic am Spielfeldrand.
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Lasogga: „Ja, das ist wirklich schon länger her. Klar war erst Enttäuschung da. Aber wenn es taktisch nötig ist, muss ich die Entscheidung des Trainers akzeptieren. So einfach ist das!“
Trainer Markus Babbel erklärte ihm nicht mal im Einzelgespräch, warum er nicht spielt: „Ich habe ihm das vorher nicht gesagt. Pierre ist ein junger Spieler von 19 Jahren, der muss es einfach so hinnehmen.“ Selbst diese schroffe, harte Haltung des Trainers schreckt Lasogga nicht ab. Nein dieser Typ ist einfach total optimistisch.
71 Minuten saß der Angreifer bei seinem ersten Auswärtsspiel in der Bundesliga auf der Bank, dann durfte er beim Stand von 1:2 doch noch für Tunay Torun ran, der total erschöpft war. „Nach der Einwechslung habe ich Gas gegeben, wie immer. Ich habe meinen Beitrag dazu geleistet, dass wir noch den Punkt geholt haben. Deswegen kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein. Das Spiel hat uns allen doch Mut gemacht.“
Doch in Zukunft droht dem jungen Stürmer, der in der Zweiten Liga 13-mal das Tor traf, die Dauerrolle als Joker. Denn alles sieht so aus, dass Babbel nur noch mit einem Stürmer – mit Adrian Ramos – spielen wird. Bei der nächsten Partie in Hannover am Sonntag sitzt Lasogga wohl wieder erst einmal auf der Bank. „Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken. Das werde ich Sonntag an der Tafel sehen, bis dahin gebe ich im Training alles. Was soll ich mir eine Platte machen?“
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