Landesklasse-Spiel außer Kontrolle

Polizei-Großeinsatz wegen 14 Pöbel-Fans

Eine Fußball-Begegnung der Landesklasse im ostbrandenburgischen Müllrose ist am Wochenende völlig außer Kontrolle geraten: Erst fielen Beleidigungen, dann flogen die Fäuste, schließlich klickten die Handschellen.

Jo Studnik
Lesezeit 2 Min

© dpa Lizenz

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit alarmiert ein Vertreter des MSV die Polizei: Mehrere Zuschauer randalieren, als Grün-Weiß in Rückstand gerät. Einige Fans rennen schon auf das Spielfeld, Spieler des MSV werden laut Zeugen übel rassistisch beleidigt.

Als die Polizei eingreift, eskaliert die Situation: Es kommt zu Handgreiflichkeiten. Die Beamten rufen Verstärkung. Zeugen sprechen von bis zu 15 Mannschaftswagen, die die gerade einmal 14 Störer unter Kontrolle bringen sollen.

Laut Polizei kommt keiner der gewaltbereiten Fans einem Platzverweis nach. Nach Ende der Partie werden Pyros vor dem Stadion gezündet, die Polizei setzt Pfefferspray ein. Einige der Störer treten und schlagen um sich, und schließlich kassiert die Polizei alle 14 Aggro-Fans ein und sperrt sie in Fürstenwalde hinter Gitter. Gegen die Störer wird nun unter anderem wegen Volksverhetzung, Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. JSt

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema