Was aber wiederum nur die halbe Wahrheit ist. Denn angesichts der Angriffs-Konkurrenz um Sebastian Andersson und Zugang Anthony Ujah zählt für Polti jeder Moment, bei dem er sich Trainer Urs Fischer nachhaltig in Erinnerung bringen kann.
So wie gegen Bröndby, als er nach einem Steilpass von Manuel Schmiedebach und dem darauffolgenden, technisch feinen Lupfer von Marcel Hartel gekonnt zum 1:0 (63.) vollendete. Angreifer werden nun mal in Toren gemessen.
Doch auch rein optisch wirkte Polter ziemlich drahtig. Weniger aufgepumpt wie in der Vorsaison, als er nach seinem Achillessehnenriss und dem Mittelfußbruch wochenlang im Kraftraum ackerte und dabei eben nur den Oberkörper stärken konnte.
Bester Laktatwert in Sebastian Polters Karriere
„Ich habe gehört, in der Bundesliga muss man ein bisschen beweglicher sein. Da habe ich halt was gemacht“, scherzte Polter und wurde dann ernst. „Nein, ich habe wie in jeder Sommerpause ganz normal auf die Vorbereitung hingearbeitet, versucht mein Gewicht zu halten. Ich habe sogar ein Kilo abgenommen. Aber das allein sollte nicht so viel ausmachen“, meint Polter.
Das Ziel Bundesliga hat sie eben alle angetrieben. Polter offenbar noch ein bisschen mehr. Natürlich hatte es ihn gewurmt, dass er in den beiden Relegationsspielen gegen Stuttgart nicht eine Minute zum Zug gekommen war. In der Bundesliga will er deshalb definitiv dabei sein. Genau dafür hat in der Sommerpause so geschuftet. „Wir haben doch alle was im Urlaub gemacht“, spielt er das runter.
Sein Laktatwert spricht da jedoch eine andere Sprache. Er kam aus den Ferien mit einem Wert von 4,1 zurück. Zuvor waren 3,95 sein Spitzenwert gewesen. Mit anderen Worten, dass war nicht nur ein kleiner regenerativer Strandlauf, was Polter in den Wochen zuvor getrieben hat.
„Ich fühle mich gut. Und die Testspiele sind ja auch wichtig, um sich beim Trainer in den Vordergrund zu schieben. Der Konkurrenzkampf ist gewachsen. Da muss man sich in jedem Training individuell jede Woche steigern. Ich kann nur besser werden, wenn andere Topstürmer da sind, mit denen ich mich messen kann“, so der 28-Jährige.
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