Anstehen vor dem Lageso für eine Wartenummer. Wer sie hat, wird nach Stunden aufgerufen, um registriert zu werden.
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Sandra Schwarze (33) verteilt vor ihrem Dienst bei der Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz Wasserflaschen an die Asylsuchenden. Jeder greift, was er kriegen kann.
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Krankenschwester und ehrenamtliche Helferin Susanne Laue (51) aus Moabit spendet Zahnbürsten und Müllsäcke.
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Wasser-Ausschank aus dem Beutel. So konnte die Spende besser dosiert werden. Beim Einkaufswagen samt Wassern griffen viele Leute mehrmals zu.
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Anna (27, li.), Farina (28) und Rehpinscher-Mix Noxi (4) aus Prenzlauer Berg haben Anziehsachen für Kinder und Erwachsene mitgebracht. Im Mauerpark hatten sie für ihre Spendenaktion aufgerufen.
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Hygienebeauftragter Toni Wilden (57) hat im Auftrag der Berliner Wasserbetriebe das Wasser aus dem neuen Standrohr gecheckt und schenkt es jetzt aus.
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Eine ehrenamtliche Helferin bringt neue Baby-Windeln. Dringend gesucht werden noch Kinder-Tragetaschen.
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Anna und Farina sind zwei von bis zu 40 ehrenamtlichen Nothelfern, die sich um die Flüchtlinge vor dem Lageso kümmern. Die meisten „helfenden Engel“ kommen vom Verein „Moabit hilft“ oder haben über Facebook den Hilferuf vom Verein erfahren, wie Susanne Laue (51) aus Moabit. „Ich habe Zahnbürsten, Seife, aber auch Müllsäcke dabei. Ich will einfach helfen“, sagt die Krankenschwester.
Im Haus R laufen alle Spenden der Berliner zusammen und hier gehen die Nothelfer ein und aus wie Sandra Schwarze (33), die vor ihrem Dienst bei der Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz noch Wasserflaschen an die Asylsuchenden austeilt.
Trotz der Helfer sind die Zustände katastrophal. Rund 700 Asylsuchende haben sich vor dem Lageso versammelt. Es gibt nur einen Wasserhahn. Gestern haben die Berliner Wasserbetriebe ein zusätzliches Wasserstandrohr geöffnet – Hygienebeauftragter Toni Wilden (57) hat das Wasser gecheckt und schenkt es jetzt aus.
Auf der nächsten Seite lesen Sie, was den FlAuf der nächsten Seite lesen Sie, welche Dinge den Flüchtlingen noch fehlen.
Diana Henniges vom Verein „Moabit hilft“: „Wir brauchen neben Hygieneartikeln auch Kinderwagen, Kindertragetaschen und Handtücher. Auch Brot, unverderbliche Lebensmittel und frisches Obst werden benötigt. Für mich es ein gutes Gefühl, wenn ich helfen kann“ Schlimm: In der Hitze warten die Menschen zuerst Stunden, bis sie eine Nummer bekommen. Dann warten sie weitere Stunden, bis die Nummer aufgerufen wird – Personalmangel ist der Grund für die Verzögerung.
Mit dieser Nummer werden die Asylsuchenden dann bei uns registriert und bekommen neben Taschengeld auch eine Unterkunft zugewiesen“, sagt Lageso-Sprecherin Silvia Kostner.
Ehrenamtler Torsten Schmidt kritisiert: „Viele Flüchtlinge werden weggedrängt und müssen sich dann erneut anstellen. Hier herrscht das blanke Chaos.“
Die gute Nachricht: Es ist Abhilfe in Sicht – Personal soll aufgestockt werden.
Silvia Kostner zum KURIER: „Statt 64 Mitarbeiter sind ab jetzt 80 Mitarbeiter für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig. Weitere Mitarbeiter werden noch angestellt.“
Seid Freitag gibt es auch in der Karlshorster Köpenicker Allee eine neue Unterkunft. Dort können 300 weitere Asylsuchende untergebracht werden.
Noch letzte Woche wurden viele Flüchtlinge an Hostels verwiesen, die die Asylsuchenden dann nicht aufnahmen. Grund: Beim Lageso liegen derzeit noch 4000 offene Hostel-Rechnungen, die aufgrund von Personalmangel noch nicht beglichen sind. Mittes Bezirksstadtrat Stephan von Dassel (Grüne) will darum Hostel-Zimmer für Flüchtlinge als erster Bezirk selbst bezahlen.
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