Läuferlunge Andrich

Erdbeer-Smoothie als eiserner Kick

Gesunde Ernährung und väterlicher Rat lassen Robert Andrich durchstarten

Patrick Berger
Lesezeit 2 Min
Kraft durch Vitamine: Robert Andrich. 

Kraft durch Vitamine: Robert Andrich. 

© Matthias Koch

Das, sagt Andrich, und schaut auf den Vitamin-Saft, könne sicher noch ein paar Prozente rausholen.  Daher beschäftigt sich der 1,87 m große Mittelfeldspieler intensiv mit dem Thema Ernährung.

Gesundes und bewusstes Essen könne die Regeneration und die Entspannung der Muskeln nämlich beschleunigen. Beim Blick auf Andrichs Verletztenhistorie könnte man dem Ganzen Glauben schenken. Denn: Verletzt verpasste Andrich zuletzt vor zweieinhalb Jahren mal ein Pflichtspiel des SV Wehen Wiesbaden.

Andrich ist einer der wenigen Typen im geschliffenen Bundesliga-Geschäft, die kaum ein Blatt vor den Mund nehmen. Sagen, was ist – das könnte das Motto des gebürtigen Potsdamers sein. „Ich bin schon hierhergekommen, um zu zeigen, was ich kann“, erzählt der frühere Jugendspieler von Hertha BSC auf die Frage, ob er denn selbst ein wenig überrascht sei, bisher in allen drei Ligaspielen über je 90 Minuten auf dem Platz gestanden zu haben.

Für Andrich Neuland

Für Andrich ist die Bundesliga ja Neuland. 80 Drittliga- (acht Tore) und 25 Zweitligaspiele (vier Tore) standen bis vor der Saison in der Vita des 24-Jährigent.  „Ich vertraue schon auf meine Stärken, aber dass es so gut läuft, hätte ich natürlich auch nicht gedacht.“ Bislang habe er mit dem Wechsel nach Köpenick „alles richtig gemacht“.

Sieht sicher auch Papa Lutz so, der Roberts ärgster Kritiker ist. Zu Vaters Ehren hat sich Robert dessen Geburtsjahr 1955 als Tattoo auf den linken Arm stechen lassen.

„Er hat früher sehr viel Zeit investiert. Er ist einfach stolz, dass sein Sohn jetzt Bundesliga spielt.“ Und weiter: „Er schaut sich meine Spiele immer zwei Mal in der Wiederholung an und legt dann los“, so Andrich.

Mit 35,29 Kilometern hat Andrich übrigens die meisten aller Unioner abgespult. Im Schnitt sind das 11,76 km.

Andrich, die Läuferlunge, sagt: „Wir haben gegen Leipzig Lehrgeld gezahlt, gegen Augsburg eine unfassbare Teamleistung hingelegt und gegen Dortmund das i-Tüpfelchen. Jetzt geht es gegen Bremen wieder bei Null los. Werder ist ein harter Brocken. Wir werden aber alles dafür tun, um gegen sie zu punkten.“ Dafür soll auch Robert Andrich wieder sorgen.

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