Lärmschutz

Senat will Berlin leiser machen

Mit 2,4 Millionen Euro pro Jahr sollen 100 000 Menschen vor Radau geschützt werden.

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min
Rollgeräusch und Motoren machen den meisten Krach in Berlin.

Rollgeräusch und Motoren machen den meisten Krach in Berlin.

© imago/Friedel Lizenz

Der Senat beschloss nach langen Mühen den „Lärmaktionsplan 2013 bis 2018“. Der sieht etwa vor, dass für 3,3 Millionen Euro 16 Abschnitte von 14 Straßen mit „Flüsterasphalt“ ausgestattet werden sollen: Boxhagener, Wühlisch-, Holtei- und Weichselstraße in Friedrichshain; Siegfriedstraße in Lichtenberg; Berliner, Detmolder und Blissestraße in Wilmersdorf; Rathaus-, Alarich-, Arnulf-, Attilastraße und Mariendorfer Damm in Tempelhof; Potsdamer Straße in Schöneberg.

Allerdings fand die IHK gleich das Haar in der Suppe: Allein die Sanierung kaputter Straßen würde zu weniger Krach führen.

Der Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) will außerdem nachts mehr Ampeln ausschalten lassen, über mehr Rad- und Bahnverkehr Straßen entlasten.

Ein Programm, mit dem der Einbau von Schallschutzfenstern bei mehr als 70 Dezibel am Tag und 60 in der Nacht gefördert wird, läuft weiter.

Durch die Sanierung von Schienen soll die Tram, durch Schienen-Schmiereinrichtungen und Entdröhnung bei Brücken die S-Bahn leiser werden.

2,4 Millionen Euro will der Senat pro Jahr ausgeben, 1,3 Millionen davon sollen vom Bund und von der EU kommen.

Ab 2017 kann Berlin auch in den Genuss von Mitteln eines bundesweiten 100-Millionen-Projekts kommen, mit dem Bahnlinien etwa in Buch mit Lärmschutzwänden ausgestattet werden sollen.

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