Wirtschaft, Verkehr, Verwaltung, Umwelt und die eigenen vier Wände – alles ist vernetzt in der Stadt der Zukunft, mittels modernster Technologien. Doch das alles ist nichts ohne die Menschen, die in der Stadt leben.
Genau hier hat Berlin, anders als bei Verwaltung oder Verkehr, international die Nase weit vorn: „Die Berliner sind im wahrsten Sinne des Wortes Smart People“, sagt auch Smart-City-Expertin Caroline Erbstößer von der Technologiestiftung Berlin.
Was das heißen soll? „Berlin kann alles – kulturell wie auch als Angelpunkt für Innovation. Hier gilt: Alles ist möglich. Egal, woher du kommst, in Berlin kannst du jedes deiner Ziele erreichen“, erklärt Charles von Abercron. Der erst 30-Jährige ist Geschäftsführer von Glossybox, einem Berliner Startup, das mit Online-Make-up-Verkauf sogar in den USA Furore macht. „Schuld“ dran, dass Menschen wie Abercron sich bei uns wohlfühlen: Die Offenheit, Toleranz und Vielfalt an Lebensentwürfen, die in Berlin möglich seien.
Deshalb kommen nicht nur viele Touristen, sondern eben auch viele kreative Köpfe aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt.
„Erfolgreiche Städte der Zukunft werden genau jene sein, die es schaffen, die Kreativen anzuziehen“, fasst auch der international angesehene Smart-City-Forscher Boyd Cohen zusammen, was für ihn Berlins besondere Qualität ist. Denn, so Cohen, es sei genau diese „kreative Klasse“, die die städtische Erneuerung vorantreibe und für wirtschaftliches Wachstum sorge. In Cohens jüngstem Ranking der Top-10 Smart Citys Europas belegt Berlin aber nur den neunten Platz (1. Kopenhagen, 2. Amsterdam, 3. Wien). Ohne den echten Berliner als menschlichem Faktor wären wir aber vermutlich gar nicht unter den besten zehn.
Denn die Kreativen, die kommen, kommen ja zu denen, die „immer schon“ hier waren. Heißt: Auch oder gerade die alteingesessenen Berliner sind smart. „Das ist die Berliner Mischung“, lacht der Späti-Verkäufer an der Ecke. Und er trifft den Nagel auf den Kopf. Wir sind Berlin. Gemeinsam mit denen, die kommen. Dass der Aufschwung funktioniert, hängt mit unserer Psyche zusammen: „Die Berliner sind Herausforderungen in ihrem Alltag gewohnt. Sie sind geübt darin, mit immer neuen Situationen klar zu kommen und nehmen diese daher nicht als negativ wahr“, erklärt Rolf Schmiel, Psychologe und Glücksforscher, die original Berliner Grundgelassenheit. Sie ist eine der Hauptzutaten zur Smartness.
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