Berlin - Riesen-Resonanz auf die KURIER-Kampagne "Das muss sich 2011 ändern". Stapelweise Anregungen und Forderungen an Berlins Politiker erreichten unsere Redaktion. Nachdem KURIER-Redakteure und Spitzenpolitiker ihre Wünsche und Ziele formulierten, kommen nun die zu Wort, die am wichtigsten sind: Sie, liebe Leser!Vor allem die Politik bekommt ihr Fett weg. "Beraten, beschließen und handeln ist das Gebot der Stunde. Und zwar parteiübergreifend. Egal ob Ost oder West", fordert Leserin Walli Pohl. Es soll endlich Schluss mit den Grabenkämpfen zwischen den Parteien sein, gemeinsam für die Stadt soll an einem Strang gezogen werden. Ob bei der Neu-Einstellung von Beamten oder den Debatten um A100 und Stadtschloss. Walli Pohl: "Lösungen sollten nicht erst durch 99 Gremien und Ausschüsse geschleust werden."Ein Durchgreifen der Politik ist auch Marcel Virgiels größter Wunsch für das neue Jahr. Und zwar wie für viele Leser beim Thema S-Bahn. "Es muss für das Unternehmen Konsequenzen geben, darf nicht nur mit dem Zeigefinger ,Du, Du, Du' gemacht werden."Bernd Rützel hingegen findet, Berlin sollte sich von seinem "Arm, aber sexy"-Image verabschieden. Er möchte eine "industriell geprägte Hauptstadt, die durch die Ansiedlung von mehr produzierenden Bereichen sehr viele Arbeitsplätze schafft."Anders sieht dass Ilona Rosenthal. Ihrer Meinung nach gibt es genügend Jobs in der Hauptstadt, sie will stattdessen die "1,50 Euro-Jobs abschaffen."Vielen KURIER-Lesern ist 2011 aber auch die Verschönerung ihrer Stadt wichtig. Berlin soll lebenswerter werden. "Die Steine auf dem Alexanderplatz sind wirklich eklig. Eine Tiefenreinigung ist wünschenswert", fordert Bärbel Melzian. Manfred Wilke fordert: Polizei- und Ordnungsamt-Mitarbeiter sollten härter gegen Hundekot-Sünder vorgehen.------------------------------Ulrich Lassmann (44) und Charlotte (2): "Die Stadt muss sauberer werden. Überall liegen Müll und Schmutz herum. Außerdem müssen die Straßen saniert werden, die Schlaglöcher sind furchtbar."Thomas Pätzold (43): "Was mich richtig an Berlin nervt: die Plattenbauten. Klar, sind die Mieten dort günstiger. Aber die Außenfassaden sollten wohnlicher und bunter gestaltet werden."Claudia Heise (30) aus Friedrichshain: "Die Stadt sollte Hundekot-Beutelspender aufstellen. Diese Tretminen sind echt eklig. Die Vierbeiner können nichts dafür, die Besitzer müssen schnell umdenken."Martina (7), Franka (1) und Tanja (29) aus Friedrichshain: "Früher gab es in unserem Bezirk tolle Spielplätze und Kinder-Tummelwiesen. Doch die sind mehr und mehr verfallen, müssen dringend saniert werden."Steven K. (47) aus Wilmersdorf: "Die Hauptstadt ohne Bundesliga-Fußball? Fürchterlich! Hertha muss aufsteigen. Es müssen noch mehr Leute ins Olympiastadion strömen."Monika Meinhardt (51) und Ralf Schmidt aus Pankow: "Das S-Bahn-Chaos muss endlich ein Ende haben. In einer Stadt wie Berlin darf das öffentliche Verkehrssystem keine Farce sein."Silke Reiß (47) und Lena (1) aus Friedrichshain: "In Berlin muss wieder mehr Freundlichkeit walten. Alten Menschen einen Platz im Bus anbieten, kann doch nicht so schwer sein."Annelore Küter (47) aus Friedrichshain: "Die Rad-Rambos sollen sich zusammenreißen. Wie oft die auf der falschen Seite fahren, Autofahrer anschreien oder bei Rot die Straße überqueren ..."Volker Baschin (61) aus Treptow: "Die Preise im öffentlichen Nahverkehr müssen sinken. Es ist doch absurd, dass ich für zehn Stationen eine Stunde brauche - und auch noch mehr zahlen soll."Ramona S. (42) aus Hohenschönhausen: "Ich wünsche mir von 2011, dass viele Berliner besser bezahlt werden. Ich arbeite als Altenpflegerin, auch da sollte es gerechtere Löhne geben."
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