Berlin - KURIER-Reporter Andreas Lorenz sprach mit Prof. Dr. med. Winfried Gassmann, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Internistische Onkologie des St. Marien-Krankenhauses Siegen.KURIER: Was denken Sie als Blutexperte im Nachhinein über Claudia Pechsteins zweijährige Sperre und den Anti-Doping-Kampf?Prof. Gassmann: Ich habe ein sehr bitteres Gefühl in mir, weil Frau Pechstein trotz der klaren Sachlage, dass kein Blutdoping vorliegen kann, immer noch keine Gerechtigkeit widerfahren ist.Was werfen Sie den zuständigen Dopingjägern vor?Wer sich die Fakten anschaut und sieht, wie etwa im CAS-Urteil entlastende Indizien für Frau Pechstein bewusst weggelassen werden und im ganzen Verlauf des Falles die Befunde renommierter Blutexperten ignoriert wurden, der kann nur zu einem Schluss kommen: Es ging nur darum, eine Verurteilung von Frau Pechstein zu erreichen. Da tun sich Abgründe auf.Ihr Fazit zum Verfahren gegen Claudia Pechstein?Ich bin froh, wenn ich mit dieser Szene nichts mehr zu tun habe und mich wieder nur noch um meine krebskranken Patienten kümmern kann.------------------------------
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