Dortmunds Ober-Nazi liegt erschossen in einer alten Industrie-Brache und die Bullen-Truppe um den Psychopathen Faber (Jörg Hartmann) sieht sich einem undurchsichtigen Politmix aus aufgebrachten Türken, einer rachesüchtigen Jüdin, aalglatten Jungrechten und überforderten Polizisten gegenüber.
Wer in der ersten halben Stunde noch den Überblick behält oder nicht das Kotzen kriegt aufgrund der hirnrissigen Dialoge, dem wird dann doch noch ein ganz passabler Krimi präsentiert.
Allein die schauspielerische Leistung, allen voran Nora Dalay (Aylin Tezel), ist es zu verdanken, dass ich nicht die höchste Alarmstufe bei der Einschaltempfehlung ausspreche.
Meine Sympathien hat die aufbrausende Deutsch-Türkin angesichts der hirnarmen Nationalidioten, gegen die sie sich behaupten muss, auf jeden Fall.
Pegida lässt grüßen, aber die gesellschaftskritische Aufarbeitung im „Tatort“ geht gründlich schief. Zu viel wird hier in 90 Minuten abgehakt.
Und der Versuch, nicht zu sehr in Rechts-Links-Schemata zu verfallen, ist ehrbar, gelingt aber nicht. Zugegeben: Ich war noch nie ein Faber-Fan und dieser „Tatort“ trägt mit Sicherheit nicht zu einem Sinneswandel bei.
Wer also am Sonntag um 20.15 Uhr etwas Besseres vorhat, als vor der Glotze zu hocken, soll dies tun. Denn sehenswert ist dieser Krimi nicht, bei allem was recht(s) ist.
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