Achtung, es wird wirr! Die Premiere von Matthias Brandt beim Münchner Polizeiruf, Sonntagabend um 20.15 Uhr (ARD), ist alles andere als gewöhnlich.
Der Mord an der Frau eines Polizei-Kollegen erfordert vom Zuschauer die volle Konzentration. Schnelle Schnitte, Rückblenden und ein ziemliche durchgeknalltes Bullen-Team machen es dem Zuschauer nicht gerade einfach. Dabei macht Brandt als Kommissar Hanns von Meuffels anfänglich noch eine ziemlich blasse Figur, was unter anderem an dem Berliner Ronald Zehrfeld liegt, der den unter Verdacht stehenden Kollegen Gerry Vogt gibt. Mit seiner Präsenz spielt er alle anderen glatt an die Wand.
Wer durchhält, wird mit einem überraschenden Ende belohnt, was allerdings knapp an der Glaubwürdigkeit vorbeischrammt. Die 90 Minuten auf Kinolänge verteilt hätten einen guten Film abgegeben. So aber kann dieser Polizeiruf nur für Fortgeschrittene empfohlen werden.
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