KURIER: Zerfällt nun die Linkspartei?
Lederer: Das ist barer Unsinn. Einige Leute müssen aber begreifen, dass wir uns den Sorgen der Menschen zuwenden müssen, nicht unserer eigenen Problemchen. Wir sind eine politische Partei, keine Selbsthilfegruppe.
Im Ostteil liegt die Linke laut letzter „Info GmbH“-Umfrage 12 Prozent hinter der SPD. Was ist da bei Ihnen schiefgelaufen?
Bisher drehte sich alles um das Duell Wowereit – Künast und weniger um politische Inhalte. Aber das ändert sich gerade. In den jüngsten Umfragen haben wir wieder zugelegt.
Wie wollen Sie da noch die Kurve kriegen?
Indem wir wichtige Fragen angehen, wie niedrige Löhne oder steigende Mieten. Im Kampf gegen die Unterversorgung mit Arzt-Praxen wollen wir durchsetzen, dass diese nicht mehr in reichere Bezirke abwandern.
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