Nach Informationen des Berliner KURIER stehen fünf lange Abschnitte auf einer internen Liste. Im Bezirk Mitte soll auf der Leipziger Straße zwischen dem Leipziger Platz und der Markgrafenstraße Tempo 30 angeordnet werden. Auf der Potsdamer Straße ist das Teilstück vom Schöneberger Ufer zum Kleistpark vorgesehen. Direkt im Anschluss daran soll der Verkehr auf der Hauptstraße zwischen dem Kleistpark und dem Innsbrucker Platz gebremst werden. Auf der Liste steht auch die Kantstraße zwischen Savigny- und Amtsgerichtsplatz. Geplant ist Tempo 30 zudem für den Tempelhofer Damm (Alt-Tempelhof bis zur Ordensmeisterstraße).
Mehr als 70 Prozent des Berliner Straßennetzes sind schon Tempo-30-Bereich. Wenn der Senat seine Pläne umsetzt, schnurrt das Tempo-50-Netz weiter zusammen. Eine Nachricht, die viele Autofahrer nicht gern hören. Doch Verkehrssenatorin Regine Günther rechnet nicht damit, dass es nun zu Problemen kommt.
In vielen Fällen bedeute Tempo 30 „keine Verlangsamung, sondern eine Beschleunigung“, sagt die parteilose Politikerin. Ziel sei es, den Verkehr flüssiger zu machen. Veränderte Ampelschaltungen sollen ebenfalls dazu beitragen.
Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
© Isabella Galanty
Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
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Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
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Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
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Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
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Mögliche neue Tempo-30-Bereiche in Berlin.
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In allen Fällen handelt es sich um Straßen, in denen die Luft stark mit Stickoxiden belastet ist. Die Gase, die bei der Verbrennung von Kraftstoff entstehen, schädigen die Atemwege. Sie tragen auch zur Bildung von Ozon bei, das ebenfalls giftig ist und die Bronchien reizt. Die Tempo-30-Anordnungen sollen weitere Erkenntnisse bringen, ob sich auf diesem Weg der Ausstoß senken ließe. Weil bei hohen Drehzahlen (etwa beim Anfahren) besonders viele Stickoxide entstehen, könnte die Belastung sinken, wenn der Autoverkehr flüssiger wird.
„Die Tests sollen in diesem Jahr auf ausgewählten Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt beginnen“, sagt die Verkehrssenatorin. Beobachter erwarten: im Herbst. Schon kurz nach ihrem Amtsantritt im Dezember hatte die Senatorin klar gemacht, dass sie es ernst meint mit Tempo 30. Bereits damals gab es Kritik. Die CDU wertete das Vorhaben als „Kampfansage an die Autofahrer“, die FDP sprach von einer willkürlichen Maßnahme. Für den ADAC ist es wichtig, dass der Verkehr flüssiger wird.
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