Wüste Frisur, Lederjacke – und drei Akkorde auf der E-Gitarre. Dass die DDR-Jugend nicht nur in FDJ-Uniform herumlief, hat längst auch der letzte Wessi bemerkt. Aber eine Schatzkammer des DDR-Punk mit 5000 Fotos, Musik, Stasi-Akten: Auf so einen Erinnerungs-Ort mussten Fans der wilden Szene lange warten.
Ex-Punk „Pankow“ trägt inzwischen Scheitel zur zerfetzten Jeans: Sein Archiv, das heute an der Damerowstraße 3 eröffnet, soll aber mehr sein als schnödes Geschäft. Es ist auch Vergangenheits-Bewältigung eines Rebellen, der in Stasi-Haft saß. Schon 2005 initiierte Boehlke die Ausstellung „ostPunk! Too much future“. Er merkte: „Der Anarchist steckt noch immer in mir.“
MOW
„Substitut“, Mo. - Fr., 10 - 20 Uhr, Anmeldung über: www.substitut.net
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