Jetzt ist es offiziell. Silly will ohne Anna Loos (48) im kommenden Jahr auf Tour gehen. Das kündigte die Kultband im Internet an. Ex-Rosenstolz-Sängerin Anna R. und Julia Neigel sollen am Mikro Anna Loos ersetzen, die sich wegen eigener Solo-Pläne von Silly lossagte.
2006 trat Loos als Nachfolgerin von Tamara Danz (starb 1996 an Brustkrebs) bei der Kultband an. Sie gab Silly, vor 40 Jahren gegründet, wieder eine Stimme. Drei Studio-Alben entstanden. Das letzte Album „Wutfänger“ erschien 2016. Die Zeit wäre reif für eine neue Silly-Platte gewesen.
Loos verfolgt eigene Ziele
Doch Loos verfolgt eigene Pläne. Ende November präsentierte sie mit neuem Look und neuer Band Songs aus ihrem ersten Solo-Album „Werkzeugkasten“, das im März 2019 erscheinen soll. „Bei Silly gibt es zur Zeit keine Pläne“, sagte die Sängerin damals. „Aber ich würde jederzeit wieder etwas mit der Band starten.“
Für Beobachtern war damit schon klar: Loos will künftig ohne die Silly-Mannen ihre Wege gehen, mit denen sie am 8. Dezember in Halle ihren letzen Auftritt hatte. Denn die Vergangenheit zeigte bereits: Loos verfolgte neben dem Silly-Job stets eigene Ziele, arbeitete als Schauspielerin für Filme und TV-Serien („Weissensee“, „Helen Dorn“) weiter.
Kreative Pause für alle Beteiligten
Band-Vorhaben mussten mit ihren Dreharbeiten stets koordiniert werden. Silly müssten auch nun wieder zurückstecken, wenn Loos ihre Platte im Frühjahr 2019 live präsentiert.
Denn auch die Silly-Rocker planen eine Tour – für Ende 2019 in zehn Städten (28.11. in Berlin). Bei jeder Show soll eine Silly-Platte im Mittelpunkt stehen, alte Songs erstmals seit langem wieder gespielt werden. Und das mit Anna R. und Julia Neigel am Mikro als Gäste.
So steht es auf der Silly-Internetseite, die ein neues Band-Foto ohne Anna Loos zeigt. „Es ist vernünftig, wenn sie ihr Solo-Projekt ohne Silly durchzieht“, sagt Amiga-Experte Jörg Stempel, der Anna Loos in die Band holte. „Ich werte das als kreative Pause für alle Beteiligten. Vielleicht ist Anna in drei Jahren wieder bei Silly. Man sollte niemals nie sagen.“
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