Kugelschreiber geworfen

Angeklagter rastet bei Urteilsverkündung aus - Strafe erhöht

Der Mann wurde wegen besonders schweren Raubes zu sechs Jahren Haft verurteilt.

BK
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Landgericht Berlin (Symbolbild).

Landgericht Berlin (Symbolbild).

© dpa

Das Berliner Landgericht erhöhte die Strafe am Mittwoch auf sechs Jahre und zwei Monate. Der Angeklagte habe sich der Beleidigung und der versuchten Körperverletzung schuldig gemacht, begründeten die Richter. Der 24-Jährige hatte gestanden und um Verzeihung gebeten.

Zu sechs Jahren Haft verurteilt

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte wurde im September 2017 wegen besonders schweren Raubes zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er hatte mit Komplizen einen 24 Jahre alten Mann in einer Wohnung in Berlin-Mariendorf überfallen. Durch Schläge und Tritte hatte der Geschädigte unter anderem eine Nasenbeinfraktur und diverse Hämatome erlitten.

Die verhängte „sehr hohe Strafe“ habe ihn überrascht, erklärte der Angeklagte. „Mein Anwalt hatte mir viereinhalb Jahre zugesagt.“ Er sei aufgesprungen, habe den Geschädigten grob beleidigt und den Kugelschreiber seines Anwalts geworfen, allerdings nicht getroffen.

Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Die Staatsanwaltschaft ging zunächst auch von einer Bedrohung aus. Der Vorwurf habe sich aber nicht bestätigt, hieß es im Urteil. Zwar habe der Angeklagte sinngemäß Zuschauern zugerufen, die Bekannten sollten den Nebenkläger nach dem Prozess abfangen. „Was passieren sollte, blieb aber unbestimmt.“ Der Staatsanwalt hatte sechseinhalb Jahre Gefängnis verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)

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