Die Lämmchen sind in einem flüssigkeitsgefülltem Beutel eingeschlossen, ihre Nabelschnur ist mit einer Maschine verbunden.
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Die Lämmchen sind dabei in einem flüssigkeitsgefülltem Beutel eingeschlossen, ihre Nabelschnur ist mit einer Maschine verbunden, die Sauerstoff und Nährstoffe liefert. Allerdings gab es bei den Experimenten auch Komplikationen, die eine Anwendung beim Menschen derzeit noch verbieten. Auch deutsche Experten weisen darauf hin, dass die Methode noch hochexperimentell ist und über Jahre weiterentwickelt werden muss. „Der Schritt vom Schaf zum Menschen ist ein großer“, sagt Rolf Maier vom Universitätsklinikum Marburg, Präsident der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin (GNPI). „Rein technisch ist das ein großer wissenschaftlicher Fortschritt, die weitere Entwicklung dieser Technologie muss jedoch auch mit großer ethischer Gewissenhaftigkeit erfolgen.“
Die Überlebenschancen von Babys, die extrem früh zur Welt kommen, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert. Heutzutage können – zumindest in der westlichen Welt – selbst Kinder überleben, die nach 22. Schwangerschaftswochen mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm geboren werden. Allerdings ist die Sterblichkeit in dieser Gruppe noch immer hoch und bei vielen Kindern bleiben gesundheitliche Schäden zurück. Vor allem die Lunge ist zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft noch nicht ausgereift und für das selbstständige Atmen eigentlich nicht bereit.
Er macht Schwangeren neue Hoffnungen: Alan Flake hat die Studien mit den unreifen Lämmern geleitet.
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Nach vielen Vorversuchen testeten die Wissenschaftler ein ausgereifteres System an acht Lämmern, die nach einer Tragzeit von 105 bis 120 Tagen per Kaiserschnitt geboren wurden. Ihr Entwicklungsstand entsprach etwa dem von Frühchen im Alter von 23. bis 24. Wochen. Die Forscher schlossen die Nabelschnur der Lämmer schnellstmöglich über Kanülen an eine künstliche Plazenta an und betteten die Lämmer in einen Beutel. Dieser wurde mit künstlich erzeugtem Fruchtwasser gefüllt, das beständig ausgetauscht wurde.
Das Herz der Lämmer pumpte das Blut selbstständig über die Nabelschnur nach außen zu einer Maschine, die die Aufgabe der Plazenta übernahm. Die acht Lämmer blieben zwischen knapp drei bis vier Wochen in dem Beutel – ohne ersichtlichen Schaden zu nehmen. Doch Studienleiter Alan Flake schätzt, dass es noch etwa zehn Jahre dauern wird, bis extreme Frühchen auf diese Weise versorgt werden könnten.
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