Der Kopf hängt zur Seite, die Beine sind gelähmt. So haben Tierquäler einen kleinen Schwan am Biesdorfer Baggersee an der Debenzer Straße verstümmelt. Sie zertrümmern dem Küken wohl mit Stöcken die Wirbelsäule. Ein anderes Schwanenküken schlagen sie auf den Kopf, bis die Schädeldecke bricht.
„Kinder haben ausgesagt, dass Jugendliche die Schwanenfamilie angegriffen hätten“, sagt ein Sprecher der Polizei zum KURIER. „Wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wurde am Samstag Anzeige erstattet.“ Der Vorfall habe sich allerdings bereits am Montag, den 27. Juni, ereignet.
Nach der Tat finden Kinder ein schwer verletztes Küken am Ufer und tragen es in eine Tierklinik. Die Ärzte müssen es einschläfern. Wenige Stunden später entdecken Anwohner einen zweiten verletzten Babyschwan. Er ist gelähmt und schwach. Die Mediziner durchleuchten ihn – seine Wirbelsäule ist gebrochen. „Auch dieses Tier musste nach vier Tagen (...) eingeschläfert werden“, schreibt die Tierklinik auf Facebook.
„Wir möchten hiermit die Nachbarschaft informieren, um weitere Übergriffe auf unsere verbleibenden drei jungen Biesdorfer Schwäne zu verhindern.“ Der Beitrag wurde bereits mehrere Tausend Mal geteilt, die Anwohner sind entsetzt.
Bis jetzt sind die Täter nicht geschnappt. Und so bleibt die Angst, dass sie zum Quälen an den Baggersee zurückkehren.
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