Krebskranker Unioner

Bleibt sein letzter Traum unerfüllt?

Der verdammte Krebs: Der Tumor im Kopf von René Schmidt (44) wuchert – so stark, dass er seine letzte Traum-Reise in den Norden verschieben muss.

Marc Fleischmann
Lesezeit 2 Min
„Schmü“ will sich seinen Traum erfüllen, doch die Reise ist in Gefahr.

„Schmü“ will sich seinen Traum erfüllen, doch die Reise ist in Gefahr.

© Lebie Lizenz

Der Köpenicker, von Freunden kurz „Schmü“ genannt, ist schwer krank. Ein bösartiger Tumor im Kopf kam zurück – nach 15 Jahren. Wegen eventueller Folgeschäden lehnt er diesmal die klassische OP ab. Weil ihm nur ein knappes Jahr Lebenszeit bleibt, soll eine letzte Reise nach Schottland seinen Lebenstraum erfüllen.

Das Wohnmobil, das der 44-Jährige dafür kaufte, wurde geklaut. Dann fand die Polizei es in der polnischen Provinz wieder. Auch dank Spenden sollte jetzt die Reise beginnen. Nun der nächste Nackenschlag: Schmüs Kopfschmerzen wollen nicht weggehen. Es folgt der Schock beim Arzt: Der Krebs wächst schneller als gedacht. Endlich zeigt sich die Krankenkasse einsichtig und gibt ihr Ja zu einer neuen ambulanten Strahlentherapie.

Zehn Minuten lang wurde sein Kopf mit der „Cyberknife“ genannten Therapie „beschossen“. Weitere Termine sollen folgen. Nachteil: „Die Kopfschmerzen werden dadurch größer“, sagt René Schmidt. Die Erfolgsquote? „Die liegt bei 86 Prozent“, erklärt der 44-Jährige und fügt hinzu: „Gedanken macht man sich schon, denn 86 Prozent sind eben nicht 100.“ Wenn alles gut geht, kann er Ende Juli gen Highlands starten. M.F.

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