Seit längerem ist er wieder im Training und hofft auf ein Comeback zur Rückrunde: „Der Weg dahin wird verdammt hart. Aber ich habe ein ganz wunderbares Ziel: die vollen 90 Minuten auf dem Platz zu stehen“. Die Ärzte hatten ihm Heilungschancen von 80 Prozent prognostiziert, erzählte Köhler. Die erste von den sofort nach der Diagnose eingeleiteten sechs Chemotherapien sei die „mit Abstand schlimmste“ gewesen.
Der 35-Jährige kämpfte von Beginn an mit großer Zuversicht gegen seine Krankheit. Aber Restzweifel bleiben. „Meine Mutter hatte dreimal Krebs. Ihr wurde auch nach dem ersten Mal gesagt, sie sei wieder gesund. Fünf Jahre später kam die Krankheit zurück“, sagte Köhler, der in regelmäßigen Abständen zu Nachuntersuchungen muss. „Aber ich bin ein positiver Mensch, für mich ist die Krankheit überstanden.“
Der Profi bedankte sich auch bei seinem Arbeitgeber für dessen einfühlsames Verhalten: „Kurz nach der Diagnose kamen Präsident Dirk Zingler und Manager Nico Schäfer und brachten einen neuen Ein-Jahresvertrag mit. Zu denselben Konditionen. Das war genau das, was ich brauchte, um mich voll auf meine Genesung zu konzentrieren“.
Besonders ist ihm noch die außergewöhnliche Solidaritätsaktion vom 7. Februar im Gedächtnis. Union und der VfL Bochum unterbrachen ihr Spiel in der siebten Spielminute, um dem Tribünengast Köhler, der früher die Rückennummer sieben trug, Genesungswünsche auszusprechen. dpa
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