Berlin - Drinnen in der Urania griff Linke-Chefin Gesine Lötzsch Gregor Gysi mit Worten an, draußen verprügelten mutmaßliche Teilnehmer der "Rosa-Luxemburg-Konferenz" Demonstranten aus der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS).Lötzsch steht seit Tagen in der Kritik, weil sie in einem Artikel geschrieben hatte: "Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren." Dafür war sie nicht nur von der CDU und der SPD, sondern auch von Linken-Fraktionschef Gysi kritisiert worden. Das ließ sie sich nicht gefallen. Gysi habe zwar Recht, dass die Menschen beim Begriff Kommunismus an Stalin und die Mauer denken. "Er hat aber nicht recht, wenn er meint, dass man den Begriff des Kommunismus nicht mehr verwenden darf." Beifall im Publikum.Dem war eine Podiumsdiskussion Lötzschs mit der Vorsitzenden der DKP, Bettina Jürgensen, und der einstmaligen Terroristin Inge Viett entgangen.Die hatte Lötzsch abgesagt, die aber in ihrer Rede weiter starke Worte fand: "Der Kapitalismus heutiger Prägung, das ist der Skandal." Und: Das "Herbeibomben" der Demokratie in Afghanistan sei "Terrorismus".Vor der Veranstaltung war es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Etwa 40 VOS-Mitglieder hatten demonstriert und erinnerten an die Abermillionen Opfer kommunistischer Regimes in aller Welt.Es kam zu Wortgefechten mit mutmaßlichen Teilnehmern der Konferenz, die dann einen Mann und eine Frau schlugen. Es gab einen Verletzten. Die Polizei nahm drei Leute fest, danach war Ruhe.------------------------------BU: Ein mutmaßlicher Schläger wird von der Polizei abgeführt.
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