Kranke Mutter hatte vergeblich auf Spenderorgan gewartet

Die Leber ihres toten Sohnes rettete ihr Leben

Stefan Dörr DS
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New York - "Er wird in mir weiter leben." Wenn Laure Hom (50) dies über ihren Sohn sagt, meint sie nicht nur die Erinnerung an Anthony. Ein Teil von ihm wird körperlich in ihr weiter leben. Hoffentlich. Denn es ist lebenswichtig für die Mutter. Sie bekam die Leber ihres toten Kindes eingepflanzt.Die leberkranke 50-Jährige aus Staten Island (USA) stand seit einem Jahr auf der Warteliste für Transplantationen. Die Liste war lang und sie hatte die Hoffnung aufgegeben, dass sich ein Spender finden würde, ehe ihre eigene Leber versagt. Ausgerechnet an Heiligabend begann eine Kette unglückseliger Ereignisse für sie, die ihr tiefsten Schmerz bereiten und gleichzeitig das Leben retten werden.Sohn Anthony kriegt sich mit seinem Kumpel Steven in die Haare. Bei der handfesten Rauferei stürzt der Freund Anthony die Treppe hinunter. Der 29-Jährige schlägt mit dem Kopf auf einer Stufe auf, wird mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Sah er seinen Tod voraus? Niemand weiß es. Fakt ist: Anthony unterzeichnet die Zustimmung, seine Organe zu spenden.Anthony starb am 31. Dezember. Da genetisch als Erste seine Mutter als Organ-Empfängerin in Frage kam, wurde ihr im Mount Sinai Medical Center seine Leber eingepflanzt. Mit Erfolg. "Es ist ein schrecklicher Widerstreit", beschreibt Mutter Laure Hom ihre Gefühle. Anthony rettete ihr Leben, indem er seines verlor. Laures Schwester Catherine: "Er liebte das Leben und seine Familie. Er wäre bestimmt glücklich, wenn er wüsste, was er für seine Mutter getan hat."------------------------------BU: Laure Hom wurde Anthonys Leber eingepflanzt. Ohne sie hätte die Patientin kaum eine Überlebenschance gehabt.

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