„Ich weiß nicht, warum in unserem Spiel nach vorne nichts gegangen ist“, ärgerte sich der vom Rekordmeister FC Bayern gekommene, Champions-League-erfahrene Schlussmann. Und auf die Frage, ob er sich wenigstens über seinen persönlichen Auftritt freuen könnte, blaffte Kraft: „Was soll das? Wir haben verloren. Da kann ich mich über gar nichts freuen.“
Dabei war er nun wirklich der Einzige in der schlaffen Truppe, der die Erwartungen der feierfreudigen Anhänger erfüllte. In der 31. Minute pflückte der 23-Jährige die zweite Nürnberger Ecke, die gefährlich vom Tor weggezogen hereinflog, mit beeindruckender Sicherheit aus der Luft. Die Ostkurve hinter ihm explodierte in anerkennendem Applaus. Später war Kraft bei einem harten und platzierten Feulner-Flachschuss auf dem Posten (58.). Bei Pekharts 0:1 (80.) hatte er dann keine Abwehrchance.
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Nürnbergs Timothy Chandler (l.) im Zweikampf mit Herthas Tunay Torun.
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Da war's passiert:
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Kraft geschlagen
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Auch Herthinho konnte Raffael nicht trösten.
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Trainer Babbel lobte nach der Partie. „Er hat Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt, jeden Ball gehalten, der zu halten war.“ Vielleicht war es gut, dass Thomas Kraft das nicht hörte. Er wäre vermutlich gleich noch mal sauer gewesen. Weil seine Leistung nicht mit einer Null, sondern mit null Punkten belohnt worden war.
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