Das Geheimnis liegt in der Zubereitung
Tees immer nach Packungsangabe zubereiten. Handelt es sich um Blätter oder Blüten, werden sie meist mit kochendem Wasser aufgegossen. Bei einigen Sorten sollte das Wasser jedoch nicht heißer als 70 Grad Celsius sein, etwa wenn sie wie Eibischblätter Schleimstoffe enthalten.
Rinden, Hölzer und Wurzeln müssen meist eine Weile gekocht werden, damit sich ihre Inhaltsstoffe lösen. Die Ziehzeit sollte stets genau beachtet werden. Sie ist erforderlich, damit sich die Inhaltsstoffe lösen.
Bei Sorten mit ätherischen Ölen wie Kamille ist es wichtig, dass der Tee zugedeckt zieht, denn die Öle lösen sich im Dampf. Wird die Tasse oder die Kanne abgedeckt, schlägt sich der wirkstoffreiche Dampf am Deckel nieder und kann zurück in die Tasse gegossen werden.
Kamille
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Viele bekamen ihn als Kind bei Krankheiten eingetrichtert –
und verziehen das Gesicht, wenn sie an Kamillentee denken. Die hübsche Pflanze Matricaria recutita hat eine zweite Chance verdient. Denn ein Tee aus ihren Blüten hat viele gute Wirkungen – und schmeckt mit gutem Willen auch. Kamille enthält ätherische Öle, etwa Chamazulen und Bisabolol. Sie wirken entkrampfend und entzündungshemmend. Das hilft bei Blähungen, Bauchkrämpfen, Gastritis, Erkältung sowie bei Entzündungen in Mund und Rachen. Dosierung: 1 Esslöffel (3 Gramm) pro Tasse. Das Wasser sollte nicht mehr kochend heiß sein. Den Tee 5 bis 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
Salbei
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Den typischen Geruch von Salbei (Salvia officinalis) machen die in den Blättern enthaltenen ätherischen Ölkomponenten Thujon, Cineol und Campher aus. Salbei wirkt antimikrobiell und ist gut bei Erkältungen, aber auch bei Entzündungen im Mund, etwa des Zahnfleischs. Darüber hinaus verhindert er übermäßige Schweißabsonderung und lindert Sodbrennen sowie Blähungen. Pro Tasse 2 Teelöffel (1,5 Gramm) getrocknete oder 5 bis 7 frische Blätter kochend heiß aufgießen, abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Zum Gurgeln und Spülen 3 Teelöffel pro Tasse, warm anwenden. Bei Anwendung gegen nächtliches Schwitzen kalt trinken.
Anis
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Nach einer deftigen Kohlmahlzeit kann er die Rettung sein: Tee aus den kleinen Früchten der Anispflanze (Pimpinella anisum). Sie enthalten ätherische Öle, die gegen Blähungen und Krämpfe helfen. Darüber hinaus wirkt Anis schleimlösend, ist also auch bei Erkältungen eine gute Wahl, vor allem bei Husten. Hauptbestandteil des Anisöls ist Anethol. Das Gute am Anistee: Er schmeckt leicht süß, sodass ihn auch Kinder mögen. Bei der Zubereitung beachten: Tee nur mit heißem, nicht aber kochendem Wasser übergießen. Er sollte abgedeckt 10 Minuten ziehen. Kondensierten Dampf zurück in die Tasse gießen.
Ingwer
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Von der tropischen Ingwerpflanze (Zingiber officinale) wird der knollige Wurzelstock verwendet. Ingwer enthält ätherische Öle sowie Scharfstoffe. Er wirkt verdauungsfördernd sowie gegen Übelkeit und wird gegen Reisekrankheit eingesetzt, aber auch bei Bauchschmerzen. In der Ayurveda-Medizin ist Ingwer seit Jahrtausenden eine wichtige Heilpflanze bei Erkältungen und Rheuma. Für die Teezubereitung eignet sich Ingwerpulver (0,5 bis 1 Gramm pro Tasse), aber auch frische Ingwerwurzel (3 bis 5 Gramm pro Tasse). Sie sollte in dünne Scheiben geschnitten sein, damit sich die Inhaltsstoffe nach dem Überbrühen lösen können. Ziehzeit: 5 Minuten.
Schafgarbe
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Die gemeine Schafgarbe (Millefolii herba) wird auch Bauchwehkraut oder Jungfrauenkraut genannt. Diese Namen weisen auf ihre Wirkungen hin. Tees aus den getrockneten Blütenköpfchen der Schafgarbe enthalten viel ätherisches Öl und wirken
entkrampfend sowie entzündungshemmend. Sie helfen gegen Blähungen, krampfartige Beschwerden in Magen und Darm sowie leichte menstruationsbedingte Krämpfe. Schafgarbe wird auch bei vorübergehender Appetitlosigkeit angewandt. Der Tee sollte heiß aufgegossen werden und 10 bis 15 Minuten bedeckt ziehen.
Dosierung: 1 gehäufter Teelöffel (2 Gramm) pro Tasse.
Bärentraube
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Die getrockneten Blätter der Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) enthalten Stoffe, aus denen im Harn antibakterielle, desinfizierende Verbindungen wie Hydrochinon entstehen. Der Tee ist daher wirksam bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Die Blätter enthalten außerdem viele Gerbstoffe, die den Tee bitter machen. Statt die Blätter mit kochendem Wasser aufzugießen und 10 bis 15 Minuten ziehen zu lassen, lässt sich auch ein weniger bitterer Kaltwasseraufguss machen. Dazu wird der Tee kalt aufgegossen, nach 6 bis 12 Stunden abgeseiht und dann erwärmt. Dosierung: 1 Teelöffel (2,5 Gramm) pro Tasse.
Wermut
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Besser als Verdauungsschnaps ist ein Tee aus Blättern und Blüten des Wermuts (Artemisia absinthium). Er enthält Bitterstoffe und ätherisches Öl, die die Produktion von Gallensaft anregen. Wer Gallensteine hat, sollte keinen Wermuttee trinken. Ansonsten ist er hilfreich nach einer üppigen Mahlzeit. Vor dem Essen getrunken, wirkt er appetitanregend. Wermut ist auch Bestandteil der Spirituose Absinth, die früher wegen ihres Gehalts an für das Nervensystem giftigem Thujon auch schon einmal verboten war. Heute wird der Gehalt von Thujon in den Spirituosen kontrolliert, Tee enthält ohnehin wenig davon. Zubereitung: 1 Teelöffel (1,5 Gramm) mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen.
Brombeere
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Die Beeren des Brombeerstrauchs (Rubus fruticosus) haben viele Fans. Dass sich aus den Blättern ein guter Tee zubereiten lässt, wissen nur wenige. Die Blätter werden während der Blütezeit geerntet, enthalten viele Gerbstoffe und wirken leicht anti-
mikrobiell. Brombeertee hilft bei Entzündungen im Mund- und Rachen, aber auch bei Durchfall. Außerdem ist er eine wohlschmeckende koffeinfreie Alternative zu schwarzem Tee. Brombeerblätter gibt es auch fermentiert, dann ist der Tee dunkler und ähnelt noch mehr schwarzem Tee. Zubereitung: 2 Teelöffel(1.5 Gramm) kochend heiß aufgießen, Ziehzeit 10 bis 15 Minuten.
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