EHC-Sportdirektor Stefan Ustorf erstickt sofort alle Vorfreude auf den NHL-Star: „Leider nein.“ Aber es hat sich bis in die Top-Ligen dieser Welt rumgesprochen, dass bei den Berlinern ein hoch qualifiziertes Training durchgezogen wird. Kroaten-Nationalspieler Sascha Martinovic aus der russischen KHL gibt schon in der fünften Woche bei den Eisbären Gas. Jetzt also auch Holzer.
„Ich wollte meinen alten Freund Marian Bazany besuchen, da habe ich die Eishockey-Klamotten gleich mitgenommen“, erzählt der 27-Jährige und freut sich über diese Idee: „Ich spiele weiter für die Anaheim Ducks. Bis jetzt habe ich mich in Bad Tölz fit gehalten. Die paar Tage Training in Berlin brachten mich gleich auf ein anderes Level. In der DEL wird doch viel schneller gespielt als in der Oberliga. Das ist gut für mich, da komme ich mit dem richtigen Tempogefühl zurück nach Anaheim.“
Holzer war im März aus Toronto nach Anaheim gewechselt, soll in Kalifornien ein Jahresgehalt von 750 000 Dollar erhalten. Der Bayer warf nicht sofort hin, als er in Toronto im vorigen Jahr in letzter Minute ins Farmteam versetzt wurde. „Du musst Geduld haben. Nirgendwo kannst du im Eishockey mehr lernen als in der NHL.“
Am 12. September düst Korbinian wieder in die USA. Am 17. September beginnt dort die Saison: „Wir bestreiten dann in zehn Tagen acht Spiele, ehe am 10. Oktober die neue NHL-Saison beginnt.“
Der Bad Tölzer gehörte zum deutschen Nationalteam, das 2010 sensationell WM-Platz 4 holte. „Die Nationalmannschaft behalte ich auch weiter im Blick. Wenn es meine Zeit in der NHL erlaubt, werde ich für Deutschland spielen.“
Vielleicht klappt es spätestens 2017, wenn die WM wieder in Deutschland stattfindet. M.H.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com