Trainer Dardai will einen Mentalcoach für seine Profis.
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Dardai war nach dem Schlaffi-Auftritt in Hannover beim Auslauftraining bemerkenswert entspannt. Kein Anzählen der Spieler, sondern eher Verständnis.
„Wir haben es nie selbst in der Hand gehabt"
„Das ist eine Kopfsache, eine mentale Sache. Daran müssen wir arbeiten. Ich habe auch zu den Jungs gesagt, dass wir in der Sommervorbereitung vielleicht mit fachlichen Menschen zusammenarbeiten müssen“, erklärt Dardai ganz ruhig. Dabei kündigt er einen weiteren Schritt bei der Trainingsmethodik an. Ein großer Schritt. Denn das heißt: Hertha wird einen oder mehrere Mentaltrainer und Psycho-Experten in die Arbeit einbinden.
Das Phänomen kennt er schon lange, seit drei Wochen geht Dardai damit offensiv um und nennt das dicke Problem beim Namen. „Jedes Mal, wenn die Möglichkeit da war, nach vorne zu rutschen, haben wir es nicht geschafft. Wir haben die Europa League nicht verspielt. Das ist Quatsch. Wir haben es nie selbst in der Hand gehabt. Deswegen kann man es auch nicht verspielen.“
Keine schlechte Saison einreden lassen
Doch um es selbst in der Hand zu haben, gab es Möglichkeiten in dieser Saison. Doch die blau-weißen Profis waren aber dafür blockiert. Was häufig als „Angst vor dem Siegen“ bezeichnet wird, ist keine Angst, sondern eher eine Hemmung. Da sind sich Sportpsychologen einig.
Erstes Mittel dagegen: Der Trainer muss ermuntern, Hilfe anbieten und übergroße Ernsthaftigkeit vermeiden. Dardai fing schon damit an: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich keine schlechte Saison einreden lassen sollen. Es war eine gute, ordentliche Saison von allen.“
Dann denkt der Ungar kurz nach und sagt: „Vielleicht muss ich mich auch noch etwas ändern und lockerer werden.“ Nein, Pal, bleib einfach so, wie du bist!
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