„Wir wollen auch im direkten Vergleich sehen, wie die beiden Busmodelle bei unseren Kunden ankommen“, erklärt BVG-Chefin Sigrid Nikutta. Das Hersteller-Duell heißt Scania gegen VDL, schwedische VW-Tochter gegen niederländischer Bus-Konzern. Viele Dinge haben der ganz Neue und der fast ganz Neue (der Scania ist erst seit Anfang des Jahres im Test-Betrieb) gemeinsam.
Beide sind rund zwei Meter kürzer als die alten Doppeldecker (14 Meter). Beide verfügen oben über USB-Buchsen, beide fahren im Vergleich zur alten Flotte extrem spritsparend. Und beide versprechen bessere Klimatisierung als die bisherigen Hitze-Kollaps-Busse.
Der größte Unterschied: Der neue VDL-Bus hat wieder zwei Treppen an Bord, so wie es die Berliner gewohnt sind. Denn Konkurrent Scania wagte den mutigen wie umstrittenen Versuch, den Doppeldecker mit nur einem Aufgang zu versehen.
Designmäßig geht ein kleiner Vorab-Pluspunkt an den niederländischen Bewerber – der VDL sieht einfach spritziger aus.
Welches der zwei Modelle bald unser Straßenbild prägt, will die BVG nicht verraten. Genauso wenig wie den Preis der Busse und die Anzahl, die man kaufen will. Klar ist aber: Der Hersteller, der das Rennen macht, wird einen Zig-Millionen-Auftrag einstreifen. Denn in Berlin gibt’s 400 Doppeldecker. Und sie werden alle langsam alt.
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