Mit einem ganz breiten Grinsen lief Davie Selke nach dem 2:0-Sieg in Hannover durch die Mixed Zone. „Lief gut, oder?“, sagte der 23-Jährige zu den Journalisten und lächelte. Lief tatsächlich gut! Der Dauerjoker von Hertha BSC hatte sich mit zuletzt starken Leistungen in die Startelf befördert. Coach Pal Dardai brachte den U21-Europameister deshalb im wichtigen Spiel bei Hannover 96 an der Seite des elf Jahre älteren Vedad Ibisevic – und das fruchtete! Die Doppelspitze kann für Dardai zur Dauerspitze werden!
Der nimmermüde Selke, ständig am Rackern, Kämpfen, Beißen, Kratzen, und der eher abwartende, aber goldrichtig stehende Ibisevic haben gezeigt, dass sie vorne im Sturm gut zusammenpassen. Fand auch Selke: „Wir verstehen uns auf und neben dem Platz super und haben super zusammengearbeitet. Der Trainer hat einen tollen Plan ausgetüftelt. Ich würde sagen, dass es mit der Doppelspitze sehr gut funktioniert hat.
Echtes Luxusproblem
Wenn Vedad nach meinem Pass kurz vor der Pause sogar noch das 1:0 macht, dann würde ich sogar sagen, dass es brillant lief“, sagt Selke mit einem Augenzwinkern. Der Partner des Vedators hat lange genug auf sein Startelf-Debüt warten müssen. Demütig bleibt er nach dem gelungen Aufritt trotzdem: „Wir haben uns gut ergänzt. Aber ich kann noch viel von ihm lernen.“Auch Dardai war mit seinem Taktik-Kniff zufrieden: „Davie hat eine Topleistung gezeigt, Vedad hat getroffen. Das 4-4-2-System hat gut funktioniert. Jetzt habe ich ein echtes Luxusproblem.“
Denn: Der zuletzt schwächelnde Ondrej Duda, aber mit sechs Toren bis dahin beste Herthaner, schmorte 90 Minuten auf der Bank. Gegen Überraschungsteam Eintracht Frankfurt hat Dardai jetzt im Heimspiel am Sonnabend die Qual der Wahl: Duda wieder aufstellen oder die Doppelspitze lassen? Warum nicht letzteres?!
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