Hertha BSC in der Champions League – vor genau 20 Jahren ging dieser Traum für eine Spielzeit in Erfüllung. Jetzt erschallt er wieder, der Ruf nach der Königsklasse.
Hertha-Investor Lars Windhorst will mit notfalls auch „hunderten Millionen Euro“ den Weg dorthin ebnen. Welch ein Traum! Na logisch, ist da Daumendrücken angesagt.
Aber: Allein das Geld wird diesen Traum nicht wahrwerden lassen. Beispiele dafür gibt es genügend. In der Bundesliga, in Europa.
Ein wenig mehr Bescheidenheit in der Formulierung der Ziele täte gut.
Seit Jahren kommen und gehen die nationalen Herausforderer des FC Bayern München. Ob Leverkusen, Bremen, Dortmund oder Leipzig und Hoffenheim – alle spielten sich mit mal mehr Geld, mal mehr sportlichem Erfolg auf Augenhöhe mit den Bayern. Für eine Zeit lang.
Dann wurde der Abstand zum Branchenprimus wieder größer. Ganz nach dem Motto: Meister werden ist nicht schwer, Meister bleiben dagegen sehr.
Bei allen waren sicher keine Laien am Werk. Und doch mussten sie alle wieder abreißen lassen.
Wenn jetzt die kleine Hertha, gerade auch dem Tabellenkeller geklettert, solch große Töne spuckt, dann ist die Außenwirkung sicher nicht: Hurra, willkommen im Klub. Einfach machen, sich still und heimlich in die Spitze spielen, das wäre in diesem Fall die ehrlichere Herangehensweise.
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