Heute wird sich zeigen, wie weit Hertha ist. Die Pflichtsiege bei Drittligist Braunschweig im Pokal und zum Liga-Auftakt gegen Nürnberg sind eingefahren. Die Partie auf Schalke wird dagegen die erste richtig harte Nuss, die es für die Blau-Weißen in der noch jungen Saison zu knacken gilt.
Beim Champions-League-Teilnehmer müssen sich die Jungs mit der Fahne auf der Brust zerreißen, damit Punkte herausspringen. Hoffnung, die Schalke-Durststrecke zu beenden und den ersten Sieg nach 14 Jahren einzufahren, macht nicht nur der gelungene Saisonstart. Vor sechs Monaten, beim 0:1 in der vorigen Saison, zeigten die Herthaner eines ihrer besten Auswärtsspiele – belohnten sich aber nicht für ihre starke Leistung. Die nötige Ruhe vor dem Tor, die Abgezocktheit fehlten, um den dicke möglichen Sieg einzufahren.
Um nun einen Schritt nach vorn zu machen, müssen genau diese engen Spiele gewonnen werden. Heute kann die Truppe von Trainer Pal Dardai beweisen, dass sie weiter ist als im Vorjahr. Dass sie genau die richtige Mischung zwischen Jung und Alt besitzt. Dass sie zusammen durch dick und dünn gehen.
Wenn die Blau-Weißen diese Hürde nehmen, haben sie früh in der Saison eine Reifeprüfung bestanden und Hertha-Fans eine Spielzeit vor sich, die viel Spaß verspricht.
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