Wenn es nach den Buchmachern gegangen wäre, hätte die Partie der Eisernen gegen Dortmund gar nicht erst angepfiffen werden müssen. Für einen Euro auf den BVB hätte es maximal 1,40 Euro zurückgegeben. Von 8,5 bis hin zu 10 wurden die Köpenicker gehandelt. Ein Remis hätte zwischen 5,50 und 6 Euro gebracht. So klar waren die Rollen vor dem Anpfiff verteilt. Verdenken konnte es ihnen keiner, wenn man an die Vorstellung der Eisernen zum Ligastart gegen Leipzig gedacht hat. Eine der Mannschaften, die ja mit Dortmund auf Augenhöhe agiert.
Zur Halbzeit wäre ich heilfroh gewesen, wenn es beim Stande von 1:1 schon zu Ende gewesen wäre. Nicht, dass die Gäste so gut waren und Union schlecht. Aber man kennt das ja, wenn Toptruppen sich schwertun. Meist setzen sie sich am Ende doch irgendwie durch. Die Kölner konnten letzte Woche ein Lied davon singen, als sie gegen die Borussia mit 1:3 den Kürzeren zogen.
Leipzig ist abgehakt
Umso schöner, dass keine Fußballfee mir in der Halbzeit den Wunsch nach einem vorzeitigen Ende erfüllte. Sie hätte einen ja um einen traumhaften Abend an der Alten Försterei gebracht. Einen, der Richtungsweisend sein wird für den Rest der Saison. Leipzig war wirklich nur ein Auftaktspiel. Kann endgültig abgehakt werden. Und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sind zu schaffen, wenn man die alte Heimstärke beibehält. Der Sieg gegen den BVB war da erst der Anfang. Und ein deutliches Signal an den Rest der Liga. In Köpenick hängen die Trauben hoch.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com