Bislang ist nicht bekannt, dass sich Top-Kapitalisten trafen und sagten: „Es sind wieder Fensterscheiben eingeworfen worden – der Kapitalismus ist am Ende.“ Einige möchten den
1. Mai ganz abschaffen. Es ist ja kein Tag der Arbeit mehr, sagen die, sondern nur noch ein Tag der Gewalt. Falsch: Der 1. Mai ist für viele Linksautonome vermutlich der einzige Tag im Jahr, an dem sie überhaupt arbeiten.
Bau-Herpes und Beton-Träume
Und genau diese Potenziale sollte man nutzen. Es gibt in jeder Großstadt etliche Gebäude, die eigentlich abgerissen gehören. Ich sage nur: Das schweinchenrosafarbene Einkaufszentrum Alexa in Berlin, das Kritiker als die Vollform von „Bau-Herpes“ empfinden. Oder das Spree-Dreieck, ein brauner Beton-Traum von der Eleganz einer überdimensionierten Stein-Fäkalie. Oder das Meininger Hotel am Hauptbahnhof, gegen das der Sozial-Palast ein gelungener Architektur-Geniestreich ist.
Wenn man in der autonomen Szene glaubhaft macht, dass genau das die bösesten aller bösen kapitalistischen Fensterscheiben sind, dann reißen die solche Gebäude in einer einzigen Nacht nieder. Im Falle des Berliner Katastrophen-Fluchhafens BER in Schönefeld könnte das die Lösung des Problems sein: Berliner Flughafen von Chaoten zerstört! Neubau in drei Monaten fertig. Danke, Linksautonome!
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