Moabit - Als Rentner legte Klaus S. (68) noch einmal richtig los: Millionen-Coup, Flucht nach Südostasien, achte Ehe und 13. Kind. Jetzt kann er als Knacki nur von Luxus und seiner schönen Laotin (33) träumen.Er trat im April 2008 als Vorstandschef einer Firma auf, die angeblich Vermögen verwaltete. Tatsächlich befassten sich Klaus S. und Komplizen mit Online-Betrug, suchten Lücken im modernen Zahlungsverkehr. Sie gründeten Gesellschaften, eröffneten Konten, reichten um die 4000 fingierte Einzugs-Ermächtigungen ein. Floss Geld auf ein Konto, wurde es schleunigst auf ein anderes Konto transferiert, so versteckt.Insgesamt 9,7 Millionen Euro gingen ein. Der Großteil allerdings konnte rechtzeitig zurückgebucht werden. Zwei Millionen Euro aber blieben bei den Ganoven. Klaus S. setzte sich nach Thailand ab, dann ins Nachbarland Laos. Die Polizei war den Schwindlern da bereits auf der Spur, konnte auch noch 800 000 Euro sicherstellen.Klaus S. gab sich nun zugeknöpft. Er ist gelernter Maurer, wollte aber immer mehr, versuchte sich als Taxi- und Bau-Unternehmer, dann im Ex- und Import. Er fing drei Vorstrafen und hinterließ als Ehemann von vier Frauen in Deutschland und vier Damen im Ausland wohl jede Menge Trümmer.Der windige Vorstandschef wurde im April in Laos gefasst. Der Richter nun: "Im Falle eines Geständnisses werden ihm maximal fünf Jahre Haft in Aussicht gestellt." Da räumte S. die Vorwürfe pauschal ein. Fortsetzung: 12. Januar.------------------------------
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