Die Menisken (griech. mēnískos = mondförmiger Körper) sind zwei ringförmige Knorpel, die seitlich am Knie zwischen den Knochen des Ober- und Unterschenkels liegen. Sie wirken als Stoßdämpfer, das heißt, sie vergrößern die Auflagefläche und verringern die Reibung zwischen den Knochen. Die Menisken ermöglichen damit eine gleitende, schmerzlose Bewegung im Kniegelenk. Zumindest solange kein Riss im Gewebe entsteht, der sogenannte Meniskusriss.
Namentlich unterscheidet man im Kniegelenk den inneren und den äußeren Meniskus. Der Innenmeniskus (medialer Meniskus) ist halbmondförmig und relativ unbeweglich, weil er mit dem Innenband (Lig. collaterale mediale) fest verwachsen ist. Die Folge: Er kann einwirkenden Kräften nicht so gut ausweichen und reißt daher leichter.
Im Gegensatz dazu hat der Außenmeniskus (lateraler Meniskus) eine annähernd runde Form und ist weniger stark am umgebenden Gewebe fixiert. Er hat deswegen einen größeren Bewegungsspielraum bei Krafteinwirkungen, ein Meniskusriss tritt bei ihm seltener auf.
Typischerweise passiert eine Meniskusverletzung vor allem bei Dreh-Sturzverletzungen (traumatisch), zum Beispiel bei Sportarten wie Skifahren oder Fußball. Ein Meniskusriss entsteht aber auch bei altersbedingtem Verschleiß oder einer chronischen Überbelastung des Kniegelenks, zum Beispiel bei manchen Berufsgruppen mit überwiegend hockender Tätigkeit, etwa Fliesenleger.
Ein Meniskusriss kann sich in allen Richtungen durch das Gewebe ziehen. Neben der Rissform ist für die Wahl der Therapie entscheidend, an welcher Stelle der Riss im Meniskus lokalisiert ist. In der gut durchbluteten Außenzone ist oftmals eine Naht möglich, während in der schlecht durchbluteten Innenzone häufig der verletzte Meniskusanteil entfernt werden muss.
Ein Meniskusriss ist relativ häufig, etwa 160 von 10 000 Menschen sind betroffen. Nicht bei jedem Meniskusschaden bestehen akute Beschwerden oder Schmerzen. Je nach Größe und Ausmaß des Risses können verschiedene Symptome auftreten, die Betroffene unterschiedlich stark behindern.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com