Klub der 400er

Christian Gentner eisern auf Rekordjagd

Le Gente fehle noch sieben Spiele, um eine große Marke zu brechen

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Hat sich für die Rückrunde einiges vorgenommen: Unions Christian Gentner. 

Hat sich für die Rückrunde einiges vorgenommen: Unions Christian Gentner. 

© Matthias Koch

Der Klub der 400er naht. Das haben vor ihm lediglich 65 Profis geschafft. Gentner wäre also die Nummer 66. Was für eine Symbolzahl für die 1966 gegründeten Eisernen.

Damit ist der gebürtige Nürtinger die Nummer 2 unter den derzeit aktiven Bundesligaprofis. Einzig Claudio Pizarro hat mehr Kicks auf dem Buckel. Bremens Standby-Mittelstürmer darf auf die stolze Zahl von 505 Bundesligaspiele blicken.

Wenn es nach Unions Mittelfeldspieler geht, wird er die 400 locker vollmachen. Die mit zunehmender Dauer der Hinrunde ansteigende Form und auch das Trainingslager in Spanien lassen keinerlei Anzeichen dafür erkennen, dass er bei Urs Fischer nicht weiter eine wichtige Rolle spielen wird.

Kick Nummer 394 – der erste der fehlenden glorreichen Sieben – steigt am Sonnabend in Leipzig (18.30 Uhr). Er soll da nur den Auftakt zu einer guten Rückrunde für die Eisernen bilden. Die ist dann gut, wenn die Klasse gehalten wird. Egal ob erst am 34. Spieltag oder mit weniger Nervenkitzel schon davor.

Gentner will keinen Doppelabstieg

Und wenn einer genau weiß, was alles nicht passieren darf, um den Abstieg zu vermeiden, dann ist es eben „Le Gente“. Denn mit dem VfB Stuttgart, der ja nach der Herbstserie mit nur 14 Zählern auch nicht gerade verwöhnt gewesen war, folgte eine katastrophale zweite Hälfte mit mickrigen 12 Pünktchen. Was am Ende den Gang in die Relegation und damit im späten Mai das Aus gegen Union bedeutete.

„Das geht mir auch heute noch durch den Kopf“, gesteht der 34-Jährige. Und eben deshalb will er diese Erfahrung nicht noch einmal machen.

Wir lassen uns nicht blenden

Der Schwabe ist sich auch sicher, dass das nicht passieren wird. „Von der guten Hinrunde lassen wir uns nicht blenden. Wir wissen, dass es jetzt viel schwieriger wird. Auch, weil wir anders wahrgenommen werden“, sagte der 34-Jährige.

Falls das alles aber hinhaut, kann sich Gentner derzeit sehr gut ein weiteres Jahr bei den Eisernen vorstellen. Denn noch hat er so viel Bock auf Fußball, dass er die Töppen im Sommer keinesfalls an den Nagel hängen möchte.  

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