Petition mit 49.000 Unterschriften

Berliner fordert Pfand auf Zigaretten

Stephan von Orlow hat bereits mehr als 49.000 Unterschriften gesammelt.

BK
Lesezeit 2 Min
Stephan von Orlow ärgert sich über achtlos weggeworfene Zigarettenkippen genauso wie über deren Packungen und To-go-Becher.

Stephan von Orlow ärgert sich über achtlos weggeworfene Zigarettenkippen genauso wie über deren Packungen und To-go-Becher.

© Bernd Friedel

20 Cent pro Zigarette, vier Euro mehr pro Packung

Von Orlows Konzept: 20 Cent Pfand pro Zigarette, also etwa vier Euro pro Packung. Raucher sollen die Kippen in Taschenaschenbechern sammeln und in jeder Zigaretten-Verkaufsstelle zurückgeben können. „Täglich werden in Deutschland über 200 Millionen Zigaretten geraucht. Der allergrößte Teil von ihnen landet danach auf Straßen, im Grün und früher oder später in unseren Gewässern”, heißt es in seiner Petition.

Zahlreiche Zigarettenkippen liegen aufgeraucht am Bordstein auf einem Parkplatz,

Zahlreiche Zigarettenkippen liegen aufgeraucht am Bordstein auf einem Parkplatz,

© imago images / Jochen Tack

„Pfandsysteme sind sinnvoll, um ein Produkt oder eine Verpackung oder seinen Rohstoff wiederzuverwerten oder zurück in den Wertstoffzyklus zuführen. Für weggeworfene Zigarettenkippen gilt dies aus heutiger Sicht nicht”, sagt der Geschäftsführer des Zigarettenverbands, Jan Mücke. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen verschmutzten die Umwelt, seien aber im Wesentlichen auf das Fehlverhalten einzelner Verbraucher zurückzuführen.

Von Orlow will Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) die Unterschriften übergeben und eigenen Worten zufolge weitermachen, bis sich die Politik bewegt und ein Pfandsystem in die Wege leitet. (dpa)

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