Berlin - Kevin-Prince Boateng hat lange gepokert. Um am Tag vor der Verhandlung im Autospiegel-Prozess doch zu kneifen. Ghanas WM-Star zog gestern seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurück. Damit ist der 23-Jährige wegen Sachbeschädigung in 13 Fällen verurteilt, zahlt eine Strafe von 56 000 Euro. Kumpel Patrick Ebert hatte diesen Weg bereits im Juni gewählt.Für heute (9.30 Uhr) war die Verhandlung im Amtsgericht Tiergarten angesetzt. Mit Ebert, weiteren zwölf Zeugen und einem Mega-Aufgebot an Presse - quasi der zweite Spießrutenlauf nach seinem Brutalo-Tritt gegen Michael Ballack, durch den der Capitano die WM in Südafrika verpasste. Das hat sich Boateng nun erspart und kann sich wieder ganz auf Fußball konzentrieren.Und das ist seine nächste Baustelle: Aktuell steht er beim FC Portsmouth unter Vertrag, mit dem er vergangene Saison aus der englischen Premier League abgestiegen ist. Eine Rückkehr nach Deutschland ist derzeit kaum ein Thema. Zu heiß ist das Pflaster noch durch den Tritt gegen Ballack. Zumindest hat Kevin aber die Autospiegel-Affäre vom Tisch.------------------------------BU: Kevin kann sich jetzt wieder voll auf Fußball konzentrieren.
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