Keine kostenlosen Schüler-Warnwesten

Sponsor hat genug vom Senat und steigt aus

Werbung auf rechtsradikalen Seiten hatte zu einem Eklat geführt.

BK
Lesezeit 2 Min
34.000 orangefarbenen Warnwesten sollten kostenlos an Schüler in Berlin verteilt werden.

34.000 orangefarbenen Warnwesten sollten kostenlos an Schüler in Berlin verteilt werden.

© Dirk Dehmel/Autodoc/dpa

Kürzlich war bekannt geworden, dass Werbeanzeigen von Autodoc, einem großen Internetvertrieb für Auto-Ersatzteile, vor zwei Jahren auf sechs schwedischen Internetseiten mit rechtsextremen Inhalten erschienen waren. Autodoc betonte, man habe mit Rechtsextremismus und Rassismus nichts zu tun und distanziere sich davon. Anzeigen der Firma würden auf 20.000 Internetseiten in 26 Ländern erscheinen. Das würde von eigens beauftragten Firmen erledigt, ohne dass Autodoc genaueres darüber erfahre.

Warnwesten gehen nun kostenlos an Autodoc-Kunden

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte vor zwei Wochen angekündigt, den Verfassungsschutz einzuschalten, um prüfen zu lassen, ob es Bedenken gebe. Bislang gab es dazu kein Ergebnis, wie die Senatsbildungsverwaltung zuletzt am Montag mitgeteilt hatte.
Autodoc erklärte nun, der Verfassungsschutz habe offenbar nichts Belastendes gefunden.

„Das ist eine gute Nachricht und das haben wir auch erwartet.“ Es gebe aber trotzdem keine Entscheidung des Senats, die 34.000 orangefarbenen Warnwesten mit Werbeaufdruck wie geplant an die Schüler zu verteilen. Daher würden sie jetzt jedem Internetkunden bei dessen Bestellung kostenlos angeboten. „Wir denken, dass die Kunden dieses Angebot zu honorieren wissen.“ (dpa)

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema