Keine Extrawurst

Senats-Beschäftigte bekommen doch kein Hitzefrei

Mitarbeiter einiger Behörden durften bereits ab 14 Uhr nach Hause gehen.

BK
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Die Behörden-Mitarbeiter dürfen nun doch nicht schon ab 14 Uhr nach Hause gehen. 

Die Behörden-Mitarbeiter dürfen nun doch nicht schon ab 14 Uhr nach Hause gehen. 

© imago/Michael Eichhammer

Laut der Zeitung hoben Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) diese Regelung wieder auf. Zuvor galt sie demnach für die Ressorts für Wirtschaft, Gesundheit, Arbeit und Soziales sowie Kultur und Justiz.

„Was wäre, wenn jeder aufhören würde zu arbeiten?“

Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) wolle dafür nun ihre Mitarbeiter bei Hitze früher in den Feierabend schicken: „Aufgrund der extremen Hitze in den nächsten Tagen hat die Senatorin entschieden, eine weitergehende Regelung für die Arbeitszeiten zu treffen“, sagte eine Sprecherin dem Blatt.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht Hitzefrei in der Verwaltung dagegen skeptisch: „Was wäre, wenn jeder aufhören würde zu arbeiten bei der Hitze?“ Der öffentliche Dienst dürfe keine solchen Privilegien schaffen.

Kritik an Bausenatorin Lompscher

„Auch wenn Mitarbeitern in Behörden verständlicherweise hitzefrei gewährt wird, die Arbeit darf deshalb natürlich nicht liegenbleiben“, sagte der Sprecher für Bauen und Wohnen der CDU-Fraktion, Christian Gräff. 

Auch die FDP-Fraktion kritisierte Lompscher. „Was sich die Senatorin hier erlaubt, ist schon ungewöhnlich“, sagte die finanzpolitische Sprecherin Sibylle Meister. „Der Wohnungsbau kommt nicht voran, Baugenehmigungen stehen aus, die neuen Regeln für Ferienwohnungen bereiten viele Probleme. Und Frau Lompscher gibt ihren Mitarbeitern sommerfrei. Das ist wirklich unglaublich.“

Eine Sprecherin Lompschers verteidigte die Regelung als angemessen. Die Kernarbeitszeit ende ohnehin um 15.00 Uhr, es gehe also letztlich um eine Stunde. „Dadurch kommt der Wohnungsbau nicht zum Erliegen“, so Sprecherin Petra Rohland.

(dpa)

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