Moabit - Sie wollte nur ein "Taschengeld" für den Ägypten-Urlaub: Britta N. (44) war Angestellte der Rentenversicherung und griff dreist in die Kasse. Sie zockte knapp eine halbe Million Euro ab. Doch ihr Traum vom Luxus-Leben in Ägypten endete in der Zelle.Sie und ihr Gatte Robert N. (44) lebten in einer kleinen Villa am Roten Meer, als Fahnder sie aufspürten. Sie die Kriminelle, er einer der Nutznießer. Beide landeten erst in Kairo, dann in Berlin in U-Haft. Vorm Richter schenkte sie ihm keinen Blick, nahm aber alles auf ihre Kappe: "Mein Mann ist kein Mittäter."Der Schwindel fing im Juli 2009 an. Britta N.: "Wir wollten wie jedes Jahr nach Ägypten in den Urlaub, aber es war finanziell eng, ich hatte kein Taschengeld - das war für mich eine Katastrophe." Sie war 27 Jahre im öffentlichen Dienst, hatte einen sicheren Job, die Kinder mit 17 und 20 Jahren groß.Die Mutter aber legte gierig los: Britta N. nutzte heimlich die Computer von Kolleginnen, erfand Fälle und veranlasste Zahlungen. Bis September 2009 hatte sie 63 000 Euro beiseite geschafft. Sie log ihrem Gatten vor: "Habe für ein halbes Jahr eine bezahlte Freistellung."Sie verjubelten das Geld im Badeort Scharm el Scheich: Shopping ohne Grenzen oder eine Nacht im VIP-Bereich der Nobel-Disco. Im März 2010 trat Britta N. wieder den Dienst an, räumte in kurzer Zeit gleich 432 000 Euro ab und floh mit ihrem Mann. Robert N.: "Da hatte ich den Betrug entdeckt, sie zur Rede gestellt." Aus Liebe aber sei er mitgegangen.Britta N. behauptet: "Ich wollte gar nicht so viel Geld, mir nur ein kleines Poster schaffen." Das Urteil: ein Jahr auf Bewährung wegen Begünstigung für ihn, drei Jahre und acht Monate Haft wegen Untreue gegen die Frau.------------------------------SIE LEBTEN IN EINER VILLA IN ÄGYPTEN60 000 EURO AM ROTEN MEER VERJUBELT
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