Kein Transferwahnsinn

Hertha trotz Sparkurs Spitze

Der KURIER rechnet nach, welche Klubs ihr Geld am effektivsten investiert haben.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Stürmer Davie Selke kostete Hertha 8,5 Millionen Euro.

Stürmer Davie Selke kostete Hertha 8,5 Millionen Euro.

© City-Press GbR

Die Rechnung: Die Platzierung bei den Transferausgaben im Vergleich zur wahren sportlichen Tabelle. Hertha zahlte im Sommer für die vier Neuzugänge Davie Selke, Valentino Lazaro, Karim Rekik und Mathew Leckie insgesamt 14 Millionen Euro (es kommen noch vier Mio. Ratenzahlungen dazu) und belegt mit diesem Sparkurs Rang 17 unter allen Bundesliga-Vereinen, nur Augsburg (7,55 Mio.) investierte noch weniger. Aktuell steht Hertha in der Tabelle auf Platz 11. Also: 17 minus 11 macht 6. Nur Augsburg (11), Frankfurt (9) und Hoffenheim (8) machten es noch besser. Solides Wirtschaften zahlt sich aus, keiner dieser vier Klubs ist in Abstiegsgefahr.

Und wer verbrannte bisher sein Geld? Der Tabellenletzte 1. FC Köln, der 40 Mio. ausgab, und der VfL Wolfsburg, der mit 67,25 Mio. auf Rang 3 der Transferausgaben liegt.

Die Unterschiede zwischen den Klubs sind enorm. Bayern und Dortmund gaben über 100 Millionen aus. Dann folgen sieben Vereine, die zwischen rund 67,25 Mio. und 30 Mio. Euro investierten. Die restlichen neun Klubs gaben zwischen 20 Mio. und 7,55 Mio. aus. Die Bundesliga ist eine finanzielle Drei-Klassengesellschaft geworden. Doch Hertha schafft es auch diese Saison, ohne großes Geld viele Punkte zu sammeln.

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