Am Montag hatten die Ärzte und Physiotherapeuten dem Wahlberliner grünes Licht zur vorsichtigen Wiederaufnahme des Trainings gegeben. Schon das ist ein kleines Wunder. Schien die WM in Paris (18. bis 22. Februar) noch an Weihnachten gefährdet, war nach den Feiertagen sogar der Sixdays-Start plötzlich wieder ein Thema.
Aber die Verletzung ist zu schwerwiegend. Während die Kollegen der Nationalmannschaft in Kapstadt die WM-Vorbereitung absolvieren, kämpft Förstemann im Gesundheitszentrum Prenzlauer Berg ums Comeback. Gestern Nachmittag gab es dann die große Telefon-Konferenz zwischen Berlin und Südafrika.
30 Minuten lang wurden die Karten auf den Tisch gelegt. Bundestrainer Detlef Uibel setzt auf den Ausnahme-Sprinter. Auch im Teamsprint. Und das Förstemann bis zur WM zu seiner alten Form zurückfindet, halten die Therapeuten für realistisch. Zusammen mit Heimtrainer Emu Raasch traf „Mr. Oberschenkel“ dann die Entscheidung: Kein unnötiges Risiko! Kein Start bei den Sixdays!
„Ich bin enttäuscht aber auch ein bisschen erleichtert, diese wirklich schwere Entscheidung nun endlich getroffen zu haben. Jetzt habe ich den Kopf frei. Klar ist, dass die Weltmeisterschaft absolute Priorität hat. Wir können und wollen im Teamsprint den Titel holen. Dafür muss ich topfit an den Start gehen können. Die Zeit, die mir bleibt, ist nicht lang. Aber ich werde alles geben“, erklärt der gebürtige Geraer gegenüber dem KURIER, „und bei den Sixdays greife ich 2016 wieder voll an.“ JH
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com