Hertha-Kolumne

Hertha BSC fehlt die Joker‑Power für den Aufstieg

Kownacki & Co. bleiben zu blass. Hertha braucht dringend einen Joker – und kämpft mit fragwürdigen DFB‑Entscheidungen.

Berliner KURIER Michael Jahn
Lesezeit 4 Min
Luca Schuler geht, David Kownacki und Fabian Reese kommen. Hertha BSC hat in der Zweiten Liga bisher kein Jokerglück.

Luca Schuler geht, David Kownacki und Fabian Reese kommen. Hertha BSC hat in der Zweiten Liga bisher kein Jokerglück.

© imago/nordphoto GmbH/Engler

Vor einigen Tagen stieß ich bei YouTube auf ein Video, das den Kult-Stürmer Nils Petersen bei seinem letzten Bundesligaspiel für den SC Freiburg zeigt. Das war im Mai 2023. Der drahtige Angreifer, der in der Bundesliga für Energie Cottbus, Bayern München, Werder Bremen und acht Jahre für Freiburg auf Torejagd ging, hat seinen festen Platz in der Liga-Geschichte gefunden. Mit 34 Treffern nach über 140 Einwechslungen erzielt, war und ist er Rekord-Joker in der höchsten deutschen Spielklasse. Petersen nahm die eigentlich undankbare Aufgabe, häufig erst in der zweiten Halbzeit oder noch viel später ins Spiel gekommen zu sein, als perfekte Rolle an. „Früher habe ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90“, sagte er locker-flockig nach seinem Karriereende. Prompt wurde diese Aussage zum „Fußballspruch des Jahres 2025“ gekürt.

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