Kein Geld für Medikamente und Futter: Immer mehr Tiere landen im überfüllten Tierheim

Die traurigen Hartz-IV-Hunde von Berlin

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min

Falkenberg - Sie schauen traurig aus vergitterten Boxen: die Hunde vom Tierheim Berlin. Viele von ihnen gehörten einst Menschen, die nun von Hartz IV leben müssen und sich etwa die hohen Tierarzt-Kosten nicht mehr leisten können (KURIER berichtete).Endstation Tierheim: 300 Hunde und 780 Katzen leben zur Zeit dort. Das Gebäude in Falkenberg ist mit insgesamt 1630 Tieren zum Bersten voll. "Die Hälfte von ihnen geben die Besitzer bei uns direkt ab", sagt Sprecherin Evamarie König.Darunter sind auch Hartz-IV-Empfänger. Sie sagen, sie müssten wegen Umzug oder Vermieter-Ärger ihre Lieblinge abgeben. König: "Dass es finanzielle Gründe sind, geben nur die Wenigsten zu." Wie das Herrchen von "Pascha", der kein Geld für den kranken Schäferhund hatte, der dann im Tierheim starb."Besser ist es, die Tiere aus Geldnot zu uns zu bringen, als sie auf der Straße auszusetzen", sagt König. Diese Hunde und Katzen sind die andere Hälfte der Tiere, die in Falkenberg sind.Die Fundtiere liefern Polizisten, aber auch Privatleute ab. Wie beim Shar-Pei-Husky-Mix "Arlene" (4): "Ein Berliner behauptete, er hätte ihn am Tegler See gefunden", sagt König. Solche Fälle gibt's oft. Aber es gibt Grund zum Zweifeln. Denn in der Not sagen Bedürftige, die ihr Tier ins Heim bringen, sie haben es gefunden, um die Abgabekosten (beim Hund 60 bis 115 Euro) zu sparen. Lesen Sie auch Seite 23.------------------------------BU: Weil ihre Besitzer sie sich nicht mehr leisten können: Husky-Mix "Arlene" (4) und Katze "Minka" (1) landeten aus diesem Grund im Tierheim Berlin in Falkenberg.BU: Aus Geldnot einfach ausgesetzt: Schäferhund Rex (6).

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