Der Abriss des Sport- und Erholungszentrums ist beschlossene Sache. Das 1981 mit viel Pomp von Erich Honecker eröffnete Gebäude soll unter anderem dem Bau von 600 neuen Wohnungen weichen. So will es der Senat.
Unsere Eisprinzessin findet es richtig, dass das SEZ nun für Wohnungen Platz macht.
© dpa
Katarina Witt ist überrascht von dem Vorhaben. „Ich war gerne im SEZ. Zur Wahl der DDR-Sportler des Jahres oder auf der Kegelbahn. Aus Spaß war ich auch einmal auf dem Eis zum Schlittschuhlaufen“, sagte sie dem KURIER.
Witt kann verstehen, dass die Berliner nicht gerade begeistert über den Abriss sind. „Der Bau des SEZ war damals richtig und wichtig. Die Sport- und Freizeitanlage hat die Menschen zu Recht begeistert.“
Doch der Eis-Star sagt auch im KURIER-Gespräch: „Leider hat über die Jahre das SEZ an Glanz verloren, ist heruntergekommen. Wir leben heute in einer anderen Welt. Projekte müssen wirtschaftlich sein. Die Entscheidung, Wohnungen zu bauen, ist daher richtig. Man kann nicht immer an alten Zöpfen festhalten. Schließlich ändern sich mit der Zeit die Prioritäten. Bezahlbare, neue Wohnungen werden nun einmal gebraucht.“ Sie hofft, dass bei den Bauplänen auch an Sport- und Freizeitmöglichkeiten für die Anwohner gedacht wird.
Kati Witt rührt gerade als Markenbotschafterin für „Disney on Ice“ die Werbetrommel. Mit der Eis-Show (25.-28. Februar 2016 im Velodrom) will die ehemalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin die Menschen mehr für das Eislaufen begeistern. „Denn es ist nach wie vor eine schöne Sportart und sie braucht Nachwuchs.“
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com